Branchenmeldungen 15.11.2014

Dreiländertreffen „Rund um das Osteon“

Dreiländertreffen „Rund um das Osteon“

Foto: © OEMUS MEDIA AG

Vertreter der zahnmedizinischen Institute der Universitäten Basel, Straßburg und Freiburg im Breisgau trafen sich am 15. November 2014 anlässlich des 47. Oberrheinischen Zahnärztetages zum fachlichen Austausch. Für das Dreiländertreffen wurde in diesem Jahr das Motto „Rund um das Osteon – Schnittstelle Biologie – digitale Planung“ ausgegeben.

„Münster, Bächle, Köstlichkeiten und Wein gepaart mit Nachhaltigkeit – das alles ist Freiburg und noch viel mehr“ heißt es auf der offiziellen Website der Stadt Freiburg im Breisgau. Zu diesem „noch viel mehr“ gehörte am Wochenende eine Veranstaltung, die in besonderem Maße den europäischen Gedanken erleben ließ.

1967 kamen im Schützenhaus zu Basel Franzosen, Schweizer und Deutsche auf Betreiben von Prof. Dr. Dr. Josef Eschler zusammen, um an das anzuknüpfen, was einmal die Region am Oberrhein so sehr geprägt hat: eine gesellschaftliche, eine kulturelle, eine intellektuelle Identität. In diesem Kontext entstand auch die Oberrheinische Zahnärztegesellschaft, bestehend aus Angehörigen der drei zahnmedizinischen Institute der Universitäten Basel, Straßburg und Freiburg im Breisgau sowie Angehörigen der niedergelassenen Zahnärzteschaften. Jahr um Jahr treffen sich seither Studenten, Dozenten und Zahnärzteschaften der drei Länder zum fachlichen Dialog – dieses Jahr war Deutschland Gastgeber der Veranstaltung.

Impressionen aus Freiburg im Breisgau

Die Verantwortlichen des Dreiländertreffens hatten für 2014 das Motto „Rund um das Osteon – Schnittstelle Biologie – digitale Planung“ gewählt. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Prof. Dr. Dr. Thomas Lambrecht, Präsident der Gesellschaft, widmete er sich im ersten Fachvortrag des Tages der Frage: „Der Osteoklast – Freund oder Feind?“ Im Anschluss daran sprachen die Freiburger Prof. Dr. Pascal Tomakidi über „Biologische und klinische ‚Heimatkunde’ in der Implantologie“ und Prof. Dr. Katja Nelson über „Klinische Charakterisierung von Knochentransplantaten unterschiedlicher Regionen“. Den zweiten Teil des Vormittags bestreiten Dr. François Clauss, Straßburg, und Priv.-Doz. Dr. Sebastian Kühl, Basel.

Um die Mittagszeit erwartete die Teilnehmer eine Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte des Oberrheinischen Zahnärztetages wurde ein Festvortrag gehalten. Das spektakuläre Thema der Referentin Priv.-Doz. Dr. Anne-Rose Meyer vom Institut für Germanistik und Komparatistik, Bonn, lautete „Der einsame Backenzahn einer Dirne“.

Nach der Mittagspause stellten Noémi Staubli, Basel, Lamis Mohamed, Freiburg im Breisgau, und Frédéric Heichelbeck, Straßburg, ihre Dissertationen vor, mit denen sie sich um den Preis der Oberrheinischen bewarben. In diesem Jahr ging die Auszeichnung nach Frankreich.

Nachfolgend wartete das Programm mit Beiträgen von Dr. Teresa Born, Freiburg im Breisgau, Prof. Dr. Jens Türp, Basel, sowie Dr. Catherine Gros und Dr. Fabien Bornert, Straßburg, auf. Informiert wurde über „Implantate nach Implantatverlust – Rehabilitationsstrategien nach Langzeitverlust“, über „Diagnostik und Therapie akuter Kiefergelenkbeschwerden“ und final über „Bildgebung der Kiefer-Osteonekrosen“.

Der Tag endete mit einem Galadinner im Hotel Colombi, das mit seiner Sterneküche den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete.

Sauvegardez la date!

Nach Basel 2013 und Freiburg im Breisgau in diesem Jahr wird am 14. November 2015 Strasbourg Austragungsort des Oberrheinischen Zahnärztetages sein.

Rückblick 2013: Extraktion-Nonextraktion – eine länderübergreifende Fragestellung
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