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Branchenmeldungen 21.02.2011

Erfolgreicher 51. Bayerischer Zahnärztetag

Erfolgreicher 51. Bayerischer Zahnärztetag

Gegen Öffnungsklausel: Staatsminister Söder unterstützt die Zahnärzteschaft

München – Mit fast 1000 Teilnehmern hat der 51. Bayerische Zahnärztetag vom 21. bis 23. Oktober erneut eindrucksvoll seine Bedeutung als Plattform für Standespolitik, Wissenschaft und Praxis unter Beweis gestellt. Die Redner des gut besuchten Festaktes zur Eröffnung, bei dem eine Reihe hochrangiger Gäste aus Politik und Standespolitik vertreten waren, nahmen aktuelle politische Entwicklungen in den Fokus. Beim wissenschaftlichen Kongress stand das Thema Zahnerhaltung im Vordergrund.


Dr. Markus Söder (CSU), Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, kam in seinem Grußwort den zahlreich vertretenen Standesvertretern – darunter BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel und KZBV-Chef Dr. Jürgen Fedderwitz – mit seiner Forderung sehr entgegen: „Die Gebührenordnung für Zahnärzte muss zeitnah abgeschlossen werden. Eine Öffnungsklausel lehnen wir strikt ab. Wir wollen die freie Arztwahl erhalten und keine Selektivverträge in der privaten Krankenversicherung.“ BLZK-Präsident Michael Schwarz forderte seinerseits die Politik auf, den Ankündigungen Taten folgen zu lassen: „Wir brauchen verlässliche Rahmendaten, um eine qualitativ hochwertige Zahnheilkunde anbieten zu können. Budgets und zunehmende Reglementierungen passen nicht dazu.“


Professor Konrad Paul Liessmann, Vizedekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien, warb in der Festrede für die Einheit von Forschung und Lehre und kritisierte den sogenannten Bologna-Prozess. Mit der weitgehenden Verschulung des Studiums verabschiede man sich von der europäischen Universitätsidee. Zum Studienabschluss des Bachelors sagte Liessmann: „Wie auch immer diese Kurzstudien aussehen mögen: Den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und Reflexivität können sie nicht mehr stellen.“

Zündstoff lieferte das Thema des Deutschen Zahnärzte Unternehmertages „Grenzen der Zahn/Medizin – Ethik versus Ästhetik“. Insbesondere der Züricher Professor Thomas Imfeld nahm eine klare Grenzziehung vor: Zahnheilkunde diene der Wiederherstellung und Erhaltung der oralen Gesundheit und Funktion, während kosmetische Zahnmedizin als Dienstleistung subjektiv empfundene Schönheitsfehler – auch ohne medizinische Indikation – beseitige. Dr. Wilfried Beckmann, Präsident der Privatzahnärztlichen Vereinigung Deutschlands, warb dafür, dem medizinischen Anliegen des Patienten Vorrang vor dem eigenen wirtschaftlichen Interesse zu geben. Zahnärzte müssten dafür aber auch Honorare berechnen können, die ihnen eine sichere, angemessene Existenz garantieren.

Der 52. Bayerische Zahnärztetag findet im nächsten Jahr vom 20. bis 22. Oktober 2011 im The Westin Grand München Arabellapark statt.

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