Anzeige
Branchenmeldungen 27.11.2017

Fast die Hälfte der Kinder lügt beim Thema Zähneputzen

Fast die Hälfte der Kinder lügt beim Thema Zähneputzen

Mundhygiene ist wichtig, auch schon bei den Kleinsten. Für Kinder ist es aber oft kein notwendiges Übel, sich zwei Minuten ins Bad zu stellen und gewissenhaft die Zähne zu reinigen, sondern fast schon eine Qual. Deshalb erzählen sie auch nicht immer die Wahrheit, wenn es ums Zähneputzen geht.

Eine britische Untersuchung des Dental-Unternehmens Brushlink hat ergeben, dass 48 Prozent der Kinder schwindeln, wenn sie unbeaufsichtigt der Mundhygiene nachgehen. Ein Fünftel täuscht die Eltern sogar wissentlich, indem beispielsweise die Zahnbürste nass gemacht wird, um den Eindruck zu erwecken, sie wäre in Gebrauch gewesen. Die Untersuchung ergab aber auch, dass 13 Prozent der Eltern ihre Kinder nie beim Zähneputzen beaufsichtigt hätten, lediglich ein Drittel der Eltern tut dies zweimal täglich.

Wie wichtig die selbstständige und vor allem richtige Mundhygiene ist, wird an einer anderen britischen Studie deutlich: Forscher des Royal College of Surgeons of England haben herausgefunden, dass zwischen April 2016 und März 2017 doppelt so viele Kinder aufgrund von Karies im Krankenhaus behandelt werden mussten, als aufgrund eines gebrochenen Arms.

Eltern sollten deshalb ihre Kinder ab dem ersten Zahn an die tägliche Mundhygiene gewöhnen, bis ins Schulalter hinein das Zähneputzen beaufsichtigen und gegebenenfalls nachputzen. Erst mit dem Schulalter entwickeln Kinder die nötigen motorischen Fähigkeiten, um die richtige Putztechnik überhaupt anzuwenden.

Auch wenn das Putzen für einige Kinder eine Qual ist, hält der Dentalmarkt allerlei Spielereien wie Apps oder superschnelle elektrische Zahnbürsten bereit, um die Zahnputzroutine unterhaltsamer zu gestalten. Oft hilft es aber bereits, wenn die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und zusammen mit ihren Kindern Zähne putzen.

Foto: MNStudio – stock.adobe.com
Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige