Branchenmeldungen 10.02.2026
Fehlbiss mit Langzeitfolgen: Unterbiss erhöht Risiko für Zahnverlust
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Grundlage der Auswertung waren Daten von 17.349 Erwachsenen ab 40 Jahren aus der Tohoku Medical Megabank.1 Anhand klinischer Messungen ordneten die Forschenden die Teilnehmenden unterschiedlichen Okklusionsformen zu, darunter normale Bisslage, anteriorer Kreuzbiss und anteriorer offener Biss. Untersucht wurde sowohl die Gesamtzahl verbliebener Zähne als auch der Zahnverlust im Seitenzahnbereich. Personen mit einem anterioren Kreuzbiss hatten demnach häufiger weniger als 20 Zähne. Zudem war ihr Risiko für den Verlust von Molaren um 14 Prozent erhöht, selbst nach Berücksichtigung relevanter Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Mundhygiene, Karies, Parodontalerkrankungen und Lebensstil.Mit zunehmendem Alter trat der Unterschied deutlicher zutage. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur Karies und Parodontitis, sondern auch die Bisslage mitentscheidet, wie lange Zähne erhalten bleiben.
1 Kento Numazaki et al, Association of anterior crossbite and open bite with the number of remaining teeth: A cross-sectional study from the Tohoku medical megabank cohort, Clinical Oral Investigations (2026). DOI: 10.1007/s00784-025-06715-5