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Branchenmeldungen 25.08.2016

Foodwatch stellt Zucker-Test für rund 500 Erfrischungsgetränke vor

Foodwatch stellt Zucker-Test für rund 500 Erfrischungsgetränke vor

Wie viel Zucker ist in Erfrischungsgetränken enthalten? Die Verbraucherorganisation Foodwatch stellte jetzt einen Test von etwa 500 Produkten von Limonade über Energydrinks bis hin zu Saftschorlen vor. Die Tester haben ermittelt, wie viel Gramm Zucker in Flaschen und Dosen enthalten sind. Nach Foodwatch-Angaben ist Deutschland eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Getränken, die mit Zucker gesüßt sind. Bereits eine Dose am Tag erhöhe das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit, Diabetes oder auch Herzinfarkte, teilte die Verbraucherorganisation mit.

Die britische Regierung hatte Mitte März eine Steuer für Unternehmen angekündigt, die zuckerhaltige Softdrinks herstellen oder importieren. Geplant sind zwei Stufen: Eine für Getränke ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, eine für mehr als acht Gramm. Eine Frist von zwei Jahren bis zum Start soll Unternehmen Zeit geben, den Zuckergehalt von Produkten zu senken. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich im März gegen eine Extra-Steuer auf zuckerhaltige Getränke ausgesprochen. Die Einführung von Abgaben auf Lebensmittel, die in einer ausgewogenen Ernährung nur in Maßen verzehrt werden sollten, sei nicht zielführend.

Quelle: dpa, Foodwatch

Foto: © Brent Hofacker – Fotolia.com

Foodwatch will Zucker-Abgabe für Hersteller

Mehr als jedes zweite Erfrischungsgetränk in Deutschland enthält nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch zu viel Zucker. Bei insgesamt 463 untersuchten Limonaden, Energydrinks, Fruchtsäften, Schorlen, Brausen und Eistees fanden sich in rund 60 Prozent der Produkte mehr als fünf Prozent Zucker, teilte Foodwatch am Mittwoch mit. Das süßeste Getränk im Test, ein Energydrink, kam auf 16 Prozent Zucker. Das entspricht 78 Gramm oder 26 Stück Würfelzucker in einer 500-Milliliter-Dose, wie die Tester schreiben. Foodwatch wolle mit dem Test eine Diskussion über eine Zuckerabgabe der Getränkehersteller in Gang setzen, sagte Kampagnenleiter Oliver Huizinga. Die Branche hält das für keine Lösung.

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