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Branchenmeldungen 28.05.2019

Fulminanter Abschied für einen grossen Schweizer Implantologen

Fulminanter Abschied für einen grossen Schweizer Implantologen

Prof. Dr. Daniel Buser geht nach 20 erfolgreichen Jahren als Direktor und ordentlicher Professor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie an der zmk bern nun in den Ruhestand.

Am 25. Mai 2019 luden die Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern zu einem eintägigen Symposium in den Kursaal Bern ein. Zu diesem besonderen Anlass kamen rund 750 Teilnehmer aus 45 Ländern – Zahlen, die sich bestens nachvollziehen lassen, wenn man sich vergegenwärtigt, was Prof. Buser seit Jahren als Hochschullehrer und Mentor, aber vor allem auch als Wissenschaftler für die Implantologie geleistet hat.

Wissenschaftliches Programm

Referenten von internationaler Reputation kamen nach Bern, um einen Rückblick auf 20 Jahre Fortschritt in der Implantologie zu geben und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Am Morgen hiess Prof. Dr. Anton Sculean, geschäftsführender Direktor der zmk bern, alle Teilnehmer dieses besonderen Symposiums aufs Herzlichste willkommen. Prof. Sculean gab einen kurzen Überblick über den wissenschaftlichen Werdegang Prof. Busers und nannte ihn «einen herausragenden Kliniker und Visionär, einen erstklassigen Teamplayer und ganz besonderen Motivator».

Im Anschluss daran begrüsste auch der Rektor der Universität Bern, Prof. Dr. Christian Leumann, die Teilnehmenden und wies auf die Bedeutung der Universität und besonders auch der zmk bern in der Wissenschaftswelt hin.

Impressionen vom Buser Implant Symposium

Den Reigen der Fachvorträge eröffnete Prof. Dr. Michael Bornstein (Hongkong) mit seinem Beitrag zu «Diagnostic imaging of the maxillary sinus prior to SBE – Dos and Don’ts». Im Anschluss daran stellte sich Prof. Dr. David Cochran (San Antonio) die Frage: «The design of titanium implants: What do we know?». Sehr anschaulich referierte er über die Vorzüge des neuen Knochenklebematerials Tetranite®. Über den aktuellen Stand der Dinge zu Zirkonimplantaten sprach Prof. Dr. Ronald Jung (Zürich), bevor Dr. Konrad Meyenberg (Zürich) asymmetrische Implantatdesigns auf ihren tatsächlichen klinischen Nutzen hin untersuchte und zu dem Ergebnis kam, dass diese keine Alternative zu den herkömmlichen Implantaten darstellen.

Nach einer Kaffeepause, die zum Besuch der Dentalausstellung, aber auch zum angeregten Austausch unter Kollegen genutzt wurde, verglich der aus Melbourne angereiste ITI Präsident Dr. Stephen T. Chen «Immediate vs. early implant placement in the esthetic zone» und sprach über die in den vergangenen Jahren geführten Debatten zum richtigen Zeitpunkt der Implantation. Er verwies dabei auf die Ergebnisse der ITI Consensuskonferenzen 1993 in Egerkingen, 1997 in Vitznau, 2003 in Gstaad, 2008 in Stuttgart, 2013 in Bern und 2018 in Amsterdam.

Dr. Claude Andreoni (Zürich) setzte sich dann kritisch mit der «Socket-Shield»-Technik auseinander, und Prof. Dr. Dieter Weingart (Stuttgart) informierte über «Current surgical techniques to augment severely atrophied jaws».

Gestärkt und hoch motiviert ging es nach der Mittagspause mit einem gemeinsamen Vortrag von Prof. Dr. Vivianne Chappuis (Bern) und Prof. em. Dr. Urs Belser (Bern) weiter. Sie erläuterten «The challenge of two missing central incisors in the maxilla». Weitere Beiträge zu «Digital transformation in implant prosthodontics» (Prof. Dr. German O. Gallucci, Boston), «How important is a team approach in implant dentistry?» (Prof. Dr. Dean Morton, Indianapolis), «Implant therapy in geriatric patients: What are essential strategies» (Dr. Simone Janner und Prof. Dr. Martin Schimmel, beide Bern), und «Prosthetic design for long-term implant success» (Prof. Dr. Nicola Zitzmann, Basel) folgten am Nachmittag.

Prof. Dr. Andrea Mombelli (Genf), der Forschung und Therapie von Periimplantitis aus historischer Perspektive betrachtete, sowie Dr. Mario Roccuzzo (Ann Arbor), der über die lebenslange Wartung von Implantaten informierte, beschlossen die Vortragsreihe.

Die Nachmittagssektion moderierten Prof. Dr. Urs Brägger (Bern) und Prof. Dr. Hans-Peter Weber (Boston).

In vielfacher Weise bezeugten alle Referenten am Ende ihrer Vorträge in sehr persönlichen Statements ihre Verbundenheit und Wertschätzung ihrem Kollegen und Freund Dani Buser gegenüber und gaben zum Teil sehr amüsante Einblicke in ihre gemeinsame Zeit.

Galadinner

Am Abend fand das Galadinner zu Ehren Prof. Busers in der festlich dekorierten Arena des Kursaals Bern statt, zu dem mehr als 400 Gäste kamen. Sie erlebten einen launigen, von Zoe Torinesi charmant moderierten Abend mit zahlreichen Wortmeldungen. So ehrten u.a. Marco Gadola, der Chef des Dentalkonzerns Straumann, und Dr. Andreas Geistlich, Mitglied des Verwaltungsrates von Geistlich Biomaterials, den Schweizer Implantologen, aber auch die jungen Kliniker des ITI Scholarship-Programms und die Postdoc’s hatten unterhaltsame Beiträge vorbereitet.

Auch kulinarisch wurde den Gästen einiges geboten: Serviert wurde ein köstliches Vier-Gänge-Menü aus der hauseigenen Küche. Einen musikalischen Höhepunkt lieferte der Schweizer Musiker und Lautakrobat Martin O., der in unnachahmlicher Weise noch einmal das Buser Implant Symposium Revue passieren liess. Einen besonderen Kulturgenuss boten zum Finale des Abends die zum Cabaret-Titel «Willkommen, Bienvenue, Welcome» tanzenden, ein wenig schräg kostümierten «Damen», die sich allesamt als Referenten des Symposiums herausstellten.

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