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Branchenmeldungen 19.03.2018

Gewinnertag bei van der Ven stellt Praxisoptimierung in den Vordergrund

Gewinnertag bei van der Ven stellt Praxisoptimierung in den Vordergrund

Was kann die Praxis dafür tun, damit sich der Patient wohlfühlt? Welche Fehler bei der Abrechnung kommen häufig vor, und wie kann man diese vermeiden? Und wie stellt man eigentlich ein gutes Praxisteam zusammen? Diese und viele weitere Fragen rund ums Thema Praxisoptimierung wurden am vergangenen Mittwoch beim „Gewinnertag” bei van der Ven in Ratingen in Nordrhein-Westfalen geklärt.

Die etwas über 100 Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich zwischen acht gewinnbringenden Kurzvorträgen zu entscheiden und aus dem Expertenwissen der erfahrenen Referenten zu schöpfen. Dabei wurden viele Themen angeschnitten, die früher oder später jede Zahnarztpraxis betreffen und diese vielleicht auch vor die eine oder andere Hürde stellen können.

Auftakt des informativen Nachmittags bildeten die Vorträge von Dirk Herschbach, Partner der Steuerberaterkanzlei Herschbach und Wischmann, und Thies Harbeck, Geschäftsführer der OPTI Zahnarztberatung GmbH. Ersterer wurde vom geschäftsführenden van der Ven-Gesellschafter Lars Gärtner mit den Worten „Heute wird es nicht nur einen, sondern viele Gewinner geben“ herzlich begrüßt und dem Publikum vorgestellt. Herschbach, welcher jahrelange Erfahrung mit der Betreuung von medizinischen Praxen hat, diskutierte anhand von zwei Rechenbeispielen das Frühjahr als besten Zeitpunkt, um aus steuerlicher Sicht in die Praxis zu investieren.

Zur gleichen Zeit sprach Harbeck über Strategien zur erfolgreichen und systematischen Mitarbeitersuche, die es zum Ziel haben, das perfekte Praxisteam zusammenzustellen. Dabei ging er vor allem auf das Thema Mitarbeiterbindung ein. Eine aktive Förderung der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten bestehender Mitarbeiter, nachhaltige Kommunikation und stetige Präsentation des Teams nach außen sind laut dem Experten ein Muss für eine erhöhte Arbeitgeberattraktivität einer Praxis.

Im Anschluss übernahm Melanie Nitschke, gelernte Zahnarzthelferin und Senior Consultant bei der OPTI Zahnarztberatung GmbH, das Wort und sprach über das Thema „Patientenaufklärung durch die ZMF – Zeitersparnis und gutes Praxismanagement“. Währenddessen diskutierte der Bochumer Zahnarzt Jesko Gärtner den sinnvollen wirtschaftlichen Einsatz von Dentallasern. Dabei stand die große Frage „Wo steht der Gewinn?“ im Mittelpunkt, welche er an Beispielrechnungen zu gängigen Behandlungen visualisierte.

Bei der anschließenden Vortragspause konnten sich die Teilnehmer bei einem Imbiss auf der van der Ven-Terrasse im Sonnenschein unterhalten und die ersten Vorträge des Tages Revue passieren lassen. Zwei Varietékünstler bescherten mit Witz und Charme reichlich Freudentränen, während Jazz-Musik im Hintergrund für eine lockere und freundliche Atmosphäre sorgte.

Obendrauf konnte sich bei einer kleinen Fachausstellung in entspannter Runde über das Thema Praxisoptimierung ausgetauscht werden. Unter den namhaften Ausstellern, welche jegliche Frage ausführlich und fachkompetent beantworteten, befanden sich unter anderem die GEFA BANK GmbH und die Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren (DZR).

Nach der Pause führte Christine Baumeister-Henning, Sachverständige für zahnärztliches Gebührenrecht und seit fast 40 Jahren in der Dentalbranche tätig, die Vortragsreihe fort und wies auf häufig vorkommende Lücken bei der Abrechnung hin. Laut der Referentin lauten die Top-drei-Indizien für Honorarverluste wie folgt: Erstens könne dem Abrechnungsvorgang durch unvermeidbare Unterbrechungen des Praxisalltags nicht genügend Konzentration geschenkt werden, was automatisch in hohen Fehlerquellen resultiere. Außerdem kann zu wenig Aufmerksamkeit bei der Behandlung und Kommunikationsfehler zwischen Zahnarzt und Zahnarzthelfer problematisch werden. Eine Beispielrechnung von Baumeister-Henning, bei der auf das Jahr hochgerechnet fast 6.000 Euro nicht ordnungsgemäß abgerechnet wurden, blieb den Teilnehmern besonders im Gedächtnis und regte zum Nachdenken an. Als Letztes wurde das Thema fehlende Organisation angesprochen. Ihrer Empfehlung nach sollten Tagesprotokolle am Ende des Tages nach dem Grundsatz „Vier Augen sehen mehr als zwei“ final geprüft werden. Auch wenn diese Arbeit mühsam erscheint, solle sie die Vollständigkeit erhöhen, so Baumeister-Henning.

Parallel dazu diskutierte Diplomkaufmann und Steuerberater Michael Laufenberg die Wirtschaftlichkeit von Chairside-Behandlungen. Auch das Umsatzsteuergesetz war ein großes Thema, welches zwischen Teilnehmern und Referent eine ausgiebige Diskussionsrunde eröffnete. Am Ende waren sich alle Anwesenden einig: Die Sinnhaftigkeit lässt sich nur für die jeweilige Praxis individuell durch umsatzsteuerpflichtige Rechnungen auf Jahres- und Monatsbasis berechnen.

Abschließend beendeten Betriebswirt Dr. Bernd Hartmann, geschäftsführender Gesellschafter von ieQ-health GmbH & Co. KG, welcher sich auf Praxismarketing ausschließlich für Zahnärzte spezialisiert hat, und EMS-Vertriebsleiter Jörg Jarschewski mit ihren Präsentationen den Gewinnertag im van der Ven-Stammhaus.

Hartmann erläuterte, dass Werbung im Internet, wie zum Beispiel auf der eigenen Homepage und Social Media, heutzutage unumgänglich sei, da sich „die Erwartungshaltungen von Patienten über die letzten Jahre stark verändert haben“. Manche Altersgruppen seien ohne das Medium Internet auch gar nicht mehr zu erreichen, erinnerte der Fachmann letztendlich und wies darauf hin, dass ein großer Vorteil des Internets seine Messbarkeit sei. So könne man Marketingstrategien immer im Blick haben und stetig analysieren.

EMS-Vertriebsleiter Jörg Jarschewski beschäftigte sich währenddessen mit seinem Thema „Gewinnrechnungsformel für die Prophylaxe“ und stellte im gleichen Atemzug das EMS-Prophylaxeprotokoll und den Prophylaxerechner vor. Die „Guided Biofilm Theraphy“, welche laut der Schweizer Firma als „Game Changer“ betitelt wird, hat laut Jarschewski viele Vorteile. Darunter zählen unter anderem ein einheitliches Protokoll für alle Patienten und eine bestätigte schmerzfreie Behandlung. Zum Abschluss lud Jarschewski die Vortragsteilnehmer zum EMS-Stand vor Ort ein und wies darauf hin, dass seine Vertriebs-Teams auch individuelle Besuche in Praxen abstatten und das Prophylaxeprotokoll live vorführen.

Anna-Lena Spenner, Bereichsleiterin Training/Veranstaltung bei van der Ven, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Events und der regen Teilnahme der Besucher. In einem Statement sagte sie: „Getreu dem Veranstaltungsmotto: Mehr Wissen – Erfolg gestalten, haben wir bei unseren Kunden durch den Gewinnertag mit Expertenwissen rund um Finanzen, Marketing, attraktive Behandlungsmöglichkeiten und Steuervorteilen für mehr Erfolg in der Praxisoptimierung gesorgt. Die Resonanz von über 100 Teilnehmern war und ist durchweg positiv, neben den zahlreichen Vorträgen mit fachlichen Top-Referenten wurde auch die lockere und entspannte Atmosphäre mit Live-Musik, Flying Büffet und Varietékünstlern sehr geschätzt.“

Für die Teilnahme an diesem informativen Event konnten insgesamt vier Fortbildungspunkte gesammelt werden. Weitere Möglichkeiten zu Trainingsmöglichkeiten und Informationen zu Veranstaltungen können hier eingesehen werden.

Quelle: DTI

Foto: DTI
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