Branchenmeldungen 01.10.2012

Hans-Dietrich Genscher erhält Apollonia-Preis 2012

Hans-Dietrich Genscher erhält Apollonia-Preis 2012

Foto: Foto: ZÄK Westfalen-Lippe

Plädoyer für Respekt vor Selbstachtung und Würde der Menschen

Der ehemalige Bundesaußenminister Dr. h. c. Hans-Dietrich Genscher hat jüngst in Münster den diesjährigen Preis der Apollonia zu Münster - Stiftung der Zahnärzte in Westfalen-Lippe erhalten. Der 85-jährige wurde für seinen besonderen Einsatz um den Gedanken der Prävention ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro.
Die Stiftung zeichnete zudem die Zahnärztin Dr. Ines Polzer und den Dipl.-Mathematiker Dr. Christian Schwahn mit dem Förderpreis in Höhe von 2500 Euro aus.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands Dr. Klaus Bartling würdigte das Engagement des Preisträgers, der den Gedanken der Prävention auch in seiner politischen Karriere in die Gesellschaft getragen habe. So habe er durch seine Außenpolitik für Stabilität in  Deutschland und Europa gesorgt.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr würdigte in einem schriftlichen Grußwort den Preisträger als herausragenden Politiker, der Deutschland maßgeblich gestaltet hat, indem er die Mensch zur Solidarität und Eigenverantwortung aufgefordert habe. Durch sein Wirken sei er selbst, so Bahr, politisch aktiv geworden. 

Der diesjährige Apollonia-Preisträger zeichne sich durch Mut, Zuverlässigkeit und Fleiß aus, so Münsters Bürgermeisterin Karin Reismann. Sie betonte die Ehrlichkeit des Politikers und seine Verdienste für ein geeintes Europa.

Der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Professor Dr. Christoph Benz, wies auf die besonderen Erfolge der Zahnmedizin in der Prävention hin. Mit dem Apollonia-Preis und der Wahl der Preisträger demonstriere die Zahnärzteschaft, dass sie mitten in der Gesellschaft stehe.

In ihrer Laudatio wies die Moderatorin der ZDF heute-Nachrichten Petra Gerster auf die Wesenszüge Genschers hin: Seine freundliche und den Menschen zugewandte Art sowie die ausgeprägte Verbindlich- und Verlässlichkeit zeichneten ihn bis heute aus. Sie seien Ursache für seine außergewöhnlichen politischen Erfolge. Genscher habe in seiner Ost- und Entspannungspolitik immer die Versöhnung im Blick. gehabt. Gerster bewertete den Einsatz von Genscher für den Frieden in Europa hoch und stellte fest, Geschichte werde immer von großen Persönlichkeiten mit Charakter gestaltet.

Hans-Dietrich Genscher erinnerte an den Beginn der Außenpolitik, an den Geist von Europa. Der Fall der Mauer sei ein Ende der Teilung der Welt gewesen. Er plädierte für eine gerechte Weltordnung mit Respekt vor der Selbstachtung und Würde aller Völker. Europa stehe auf dem Prüfstand, und Deutschland trage eine besondere Verantwortung, mahnte Genscher.

Der Apollonia-Preis wird seit 2002 verliehen.

Quelle: Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper