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Branchenmeldungen 27.03.2019

Hygienezuschlag: 16 Franken, die am Zahnarztimage kratzen

Hygienezuschlag: 16 Franken, die am Zahnarztimage kratzen

Seit 2018 gelten die neu verhandelten Zahnarzttarife, die unter anderem einen Zuschlag für Hygienemassnahmen beinhalten. Durch den Extraposten auf Rechnungen stehen Schweizer Zahnärzte jedoch vermehrt empörten Patienten gegenüber.

Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) hatte die Überarbeitung des Zahnarzttarifs mit den Unfallversicherern ausgehandelt, der nun seit 2018 seine Gültigkeit hat. In diesem Zuge wurde auch der Hygienezuschlag eingeführt. Die offiziell als «Grundtaxe für Arbeitsplatzdesinfektion» ausgewiesene Position liegt zwischen elf und 16 Franken, die Patienten pro Zahnarztbesuch in Rechnung gestellt werden, wie srf.ch berichtet.

Auch wenn der Zuschlag im Interesse der Zahnärzteschaft gedacht war, stösst er keineswegs geschlossen auf Begeisterung. Viele Zahnärzte empfinden den Extraposten als rufschädigend, da sie vermehrt mit dem Unmut der Patienten konfrontiert sind.

Die SSO verteidigt indes ihre Entscheidung. So sei der Hygienezuschlag alles andere als neu – indirekt wurde die Gebühr schon immer in Rechnung gestellt. Neu sei allerdings die Transparenz der Tarife, und das wiederum begrüsst die Zahnärzte-Gesellschaft. Die SSO erklärt, dass der Zuschlag zudem für den Mehraufwand der Praxen infolge strengerer Hygienevorschriften entschädigen soll. Diese sehen unter anderem ein speziell geschultes Personal sowie eine ausführliche Dokumentation vor.

Das Vorbeugen etwaiger Imageschäden bleibt jedoch auch zukünftig die Aufgabe jeder einzelnen Praxis.

Foto: okrasyuk – stock.adobe.com

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