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Branchenmeldungen 30.01.2019

Aargau setzt stärkere Kontrollen der Zahnärzte durch

Aargau setzt stärkere Kontrollen der Zahnärzte durch

Beschwerden über Pfusch oder Übertherapien Schweizer Patienten betreffen auffallend oft Zahnärzte mit ausländischen Diplomen. Der Kanton Aargau will dem nun mit strengerer Aufsicht entgegenwirken.

Seit in der Schweiz 2002 das Freizügigkeitsabkommen in Kraft getreten ist, das Zahnärzten der EU erlaubt, schweizweit zu praktizieren, seien Patientenbeschwerden laut Schweizerischer Stiftung SPO Patientenschutz deutlich angestiegen. Der Kanton Aargau kann dies nun mit Zahlen belegen, wie die Neue Züricher Zeitung schreibt. Dort richte sich rund die Hälfte der Klagen gegen Zahnärzte mit ausländischen Diplomen, obwohl die Zahl der Schweizer Zahnärzte in Aargau den Großteil ausmachen. Grund sei unter anderem, dass die ausländischen Zahnärzte meist nur vierteljährig in großen Arztzentren arbeiten. Sobald diese nicht mehr dort tätig sind, erlischt auch die Haftung für deren Behandlungen.

Aargau will diesem Missstand nun begegnen, indem die Kompetenzen der Kantonzahnärzte erweitert und die sehr kleinen Teilzeitpensen auf 50 Prozent aufgestockt werden. Patienten sollen damit eine verlässliche Anlaufstelle erhalten. Darüber hinaus plant die SSO, Bussen für Nicht-SSO-Mitglieder anzuheben.

Vielen Schweizer Zahnärzten ist dies noch zu wenig. Sie fordern zur Sicherung des Patientenschutzes für Zahnärzte mit ausländischen Diplomen einen Sprachtest, wie dieser beispielsweise in Deutschland obligatorisch ist.

Foto: fotomek – stock.adobe.com
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