Branchenmeldungen 09.04.2026
„Ich muss sagen, das wirkt schon extrem ästhetisch“
Herr Dr. Waldmann, im September 2025 haben Sie Ihre neue Praxis eröffnet. Was hat Sie nach dem Verkauf ihrer früheren Praxen dazu bewogen, wieder neu zu gründen?
Ich musste leider feststellen, dass der Verkauf einer eigenen Praxis an einen Investor nicht zu meinem Anspruch in der Zahnmedizin passt. Unsere neue Praxis haben mein Bruder Philipp und ich daher zu 100% auf einer Vertrauensbasis zwischen Zahnarzt und Patient aufgebaut, nicht auf Key Performance Indikatoren. Es ist eine Praxis für alle – Kinder und Erwachsene. Insgesamt haben wir elf Behandlungszimmer auf 450 m² – alle voll ausgestattet. Philipp kümmert sich um die Kinderzahnheilkunde, und ich behandle die Erwachsenen. Unser Papa arbeitet als angestellter Zahnarzt mit und unsere Mutter ist auch noch an Bord. Manchmal muss ich schmunzeln, weil wir jetzt unsere Eltern auf der Payroll haben.
In Ihren Behandlungszimmern stehen verschiedene MORITA Behandlungseinheiten: Signo T500, Signo T100 und eine Signo Z300. Wie kommen die zum Einsatz?
Am liebsten hätte ich in jedem Zimmer eine Signo T500 (Behandlungseiheit) gehabt. Die T500 bietet ein Plus an Luxus und vielleicht auch eine weitere Variante in der Lackierung und die Schlauchzugentlastung, die ich toll finde. Aber am Ende ist das bei elf Behandlungszimmern auch ein Kostenthema. Ich persönlich arbeite mit allen Einheiten von MORITA unheimlich gerne. Und das ist jetzt wirklich nicht nur so daher gesagt.
Wie sind Sie auf MORITA aufmerksam geworden?
MORITA kannte ich zunächst vor allem durch meinen Vater, der seit Jahrzehnten mit den Apex-Lokatoren arbeitet. Bei Behandlungsstühle hatte ich den Hersteller allerdings lange gar nicht auf dem Radar. Das änderte sich auf dem Zahnärztetag in Frankfurt. Dort haben wir vielen Kollegen dieselbe Frage gestellt: Wenn es Ihre Praxis wäre – welche Einheit würden Sie wählen? Einmal unter Preis-Leistungs-Aspekten und einmal völlig unabhängig vom Budget. Die Antwort war erstaunlich oft die gleiche: Es gebe im Grunde nur zwei Hersteller, denen man wirklich vertrauen könne – und einer davon sei MORITA.
Was macht eine Behandlungseinheit in den Augen Ihrer Gesprächspartner so überzeugend?
Viele berichteten von schlechten Erfahrungen mit extrem wartungsintensiven Behandlungseinheiten. Das ist eine Sache, die wir uns überhaupt nicht leisten können. Wir wollen nicht laufend Techniker kommen lassen, weil die Einheit nicht funktioniert. Wir wollen nicht, dass die Zimmer „stehen“, weil die Einheiten streiken. Das ist der Grund, warum Behandlungseinheiten von MORITA so überzeugend sind: sie haben eine sehr gute Qualität.
Wie sind denn nach den ersten Monaten Ihre Erfahrungen mit den MORITA Einheiten?
Ich bin super happy mit der Handhabung, Reinigung, mit der Robustheit, Strapazierfähigkeit und dem Design. Ich habe gerade heute eine Kollegin gefragt, ob sie sich noch erinnert, wie oft wir in der Vorgängerpraxis die Platinen haben austauschen lassen, und wie viel Geld wir für Reparaturen und Wartung ausgegeben haben. Die MORITA Einheiten laufen, auch weil sie nicht mit unnötigen Features überladen sind.
Sie meinen, zu viel Integration macht das Gerät anfällig?
Genau. Daher wollte ich nichts an den Einheiten dran haben, was nicht dazugehört. Und so habe ich sie auch konfiguriert. Ich habe keine integrierten Geräte und ich verstehe auch nicht, was an einem Touchdisplay so toll sein soll. Gerade wenn man z.B. in der Oralchirurgie zähe Flüssigkeiten am Finger hat, ist doch ein haptischer Knopf viel praktischer. Integration geht oft zu Lasten der Stabilität. Die Einheiten von MORITA sind wartungsarm und – ich will nicht sagen unkaputtbar, aber – sehr stabil.
Wie wichtig ist Ihnen Ease of Use? MORITA bietet eine überzeugende Einfachheit, die jeder versteht. Nur ein Beispiel: die Geräte haben farblich abgesetzte Teile, die auf einen Blick als autoklavierbar erkannt werden. Das ist einfach gut. Das erkläre ich der ZFA genau einmal, und sie wird nie wieder nachfragen müssen.
Einfachheit in der Anwendung ist das eine. Die Einfachheit spiegelt sich bei MORITA aber auch im Design. Wie steht es mit der Ästhetik?
Design ist extrem wichtig für uns. Daher haben mir persönlich auch die MORITA-Einheiten so gut gefallen. Ich mag diesen japanischen, minimalistischen Stil und diese Kunst der Einfachheit. Für mich persönlich stehen die Japaner sehr stark für eine Tradition, Kultur und Wertigkeit, die ich auch ganz gerne verkörpern möchte. Wir haben die Signo T500 im Bereich der Erwachsenenbehandlung in der Ausführung Pearl White mit dunkelbraunem Polster. Das sieht toll aus. Und die anderen Einheiten kombinieren klassisches Weiß oder Grau mit Dunkelbraun. Ich muss sagen, das wirkt schon extrem ästhetisch. Auch die Formensprache gefällt mir gut. Die Signo T500 steht auf einem kleinen Fuß. Obwohl es doch ein massives Gerät ist, gibt ihm das etwas Schwebendes und Leichtes.
Wie steht es denn mit dem Thema Patientenkomfort?
Wir haben bei der Signo T500 die Luxuspolsterung genommen, weil wir mehr Komfort bieten wollen – vor allem bei langen Sitzungen. Und damit haben wir bislang durchweg positive Erfahrungen gemacht. Patienten empfinden auch die Verschiebbarkeit der Kopfstütze als extrem angenehm. Dass sich auch der Winkel verändern lässt, schätzen vor allem ältere Patienten mit Halswirbelproblemen. Am Ende ist es auch für mich ergonomisch von Vorteil, weil ich die Patienten weiter nach hinten positionieren kann, ohne die Stütze für den Kopf zu verlieren.
Welchen Anspruch haben Sie als Oralchirurg an Ihr Röntgengerät und womit arbeiten Sie?
An die Bildgebung habe ich einen extrem hohen Anspruch, gar keine Frage. Letztlich ist für mich die 3D-Bildgebung essenziell, und die macht der Veraview X800 echt unfassbar gut. Als Kombigerät geht man immer ein bisschen einen Kompromiss ein, wenn man verschiedene Disziplinen abdeckt. Aber ich mag das Gerät insofern unheimlich gern, weil das Field of View, in dem ich am häufigsten arbeite – das 4x4 – einfach perfekt passt. Wenn wir uns ein Implantat anschauen 4 / 6 oder einen externen Sinuslift noch einmal überprüfen, dann sitzt und passt einfach alles.
Wie ist es denn bei der Oralchirurgie und Implantologie? Machen Sie Backward Planning?
Ja, ich mache extrem viel Oralchirurgie. Backward Planning hat für mich einfach den Vorteil, dass ich schon vorher weiß, wo die Krone später sitzen muss und wo das Implantat hingehört. Man kann sich darüber streiten, ob man so etwas „freihand“ auch hinbekommt. Wenn ich genügend Knochenbreite habe, mag das sein. Aber ich hatte jetzt gerade wieder so ein Paradebeispiel, da habe ich den oberen Sechser herausgenommen mit 3 Wurzeln, Trifurkation. Ich habe einen internen Sinus gemacht und mein Implantat reingesetzt. Ohne 3D Bild und Schablone geht so etwas nicht.
Wie lautet Ihr abschließendes Fazit?
Ich finde MORITA als Unternehmen und die Art und Weise, wie es geführt wird, einfach bockstark. Und die Behandlungseinheiten haben uns alle hier überzeugt – selbst meinen Papa, der jahrzehntelang mit Geräten anderer Hersteller gearbeitet hat.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die junge Praxis Milkyway!