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Branchenmeldungen 13.03.2018

IDS 2019: Schneller, sicherer, smarter

IDS 2019: Schneller, sicherer, smarter

Ein Feuerwerk der Innovationen für das Labor: In der Zahntechnik sind die Chancen aktueller Technologien sehr konkret, sehr greifbar. Das haben insbesondere die Internationalen Dental-Schauen immer wieder gezeigt, zuletzt 2017 in Köln. Dort erlebten die Besucher wesentliche Ergänzungen etablierter digitaler Workflows – von bildgebenden Verfahren bis zum 3-D-Druck. Daneben warteten die ausstellenden Unternehmen ebenso mit Innovationen für traditionelle zahntechnische Arbeitsweisen auf. Schon kündigt sich die nächste IDS an, vom 12. bis zum 16. März 2019 – am besten jetzt schon einmal diesen Termin freihalten!

Wie werden die Arbeitswelten im zahntechnischen Labor morgen aussehen und wie können Zahntechniker die heute bereits sichtbaren Chancen jetzt ergreifen? Dies betrifft allen voran die digitalen Verfahren. Hier gilt die Implantprothetik seit Langem als Paradedisziplin. Wie weit die Digitalisierung in die Breite der Zahnheilkunde vorgedrungen ist, zeigt sich auf einem Gebiet, das so mancher zunächst für ein eher schwieriges Terrain gehalten hatte: Die Kieferorthopädie. Mit virtuellen Modellen lassen sich hier nicht nur diagnostische Fragestellungen bearbeiten und ein virtuelles Set-up erstellen, sondern auch zunehmend kieferorthopädische Apparaturen planen, wie zum Beispiel festsitzende Apparaturen. Selbst die größte kieferorthopädische Herausforderung für die digitale Technik rückt zunehmend in den Fokus: herausnehmbare Geräte wie Dehnplatten, Aktivatoren etc.

Ein in der Kieferorthopädie wie in anderen Disziplinen bereits eingesetztes Fertigungsverfahren stellt der 3-D-Druck dar – mit großem Zukunftspotenzial. Neben Bohrschablonen dürften verschiedene Schienen, zahntechnische Modelle, individuelle Abformlöffel und Kunststoffgießgerüste für den Metallguss die häufigsten Indikationen darstellen.

Generell spielt in allen Bereichen der Zahnheilkunde die Schnelligkeit eine immer größere Rolle – und dies über die Gesamtprozesskette in Praxis und Labor hinweg, von A wie Abformung bis Z wie Zahnersatz. Auf jeder Stufe ergeben sich nun attraktive  Optimierungschancen.

Das Labor fährt ein höheres Tempo

Bei der klassischen Fertigung im zahntechnischen Labor kommt es zu einer enormen Beschleunigung der Prozesse. Gleichzeitig intensiviert sich die Kommunikation, rücken Zahnarzt und Zahntechniker enger zusammen. Die Technik im Labor hilft dabei, zum Beispiel Dentalmikroskope mit 3-D-Modus. Sie eignen sich über die Qualitätskontrolle hinaus zum direkten Austausch digitaler Bilder mit der Praxis (Screenshots, Videos, Splitscreen-Funktion).

Doch auch die Produktionsschritte selbst kommen auf immer mehr Tempo. Beispielsweise verspricht die Führung der Instrumente auf kurvenförmigen Bahnen bei der Bearbeitung von Glas- und Hybridkeramiken eine große Zeitersparnis im Vergleich zum herkömmlichen Fräsen oder Schleifen. Und eine polymerinfiltrierte Feinstruktur-Feldspatkeramik bietet einen inneren Farbverlauf mit sechs feinnuancierten Schichten – zeitsparend und komfortabel zur patientengerechten Ästhetik. Der generelle Trend weist dahin, häufiger monolithische Restaurationen zu fertigen.

Interessant erscheinen hier neue oberflächenveredelnde Werkstoffe. Eine transparente Variante sprüht der Zahntechniker dünn auf gesinterte Zirkonoxidrestaurationen auf; das Spray diffundiert während des Brennvorgangs in die Oberfläche und geht dort einen intensiven Haftverbund ein – ohne zusätzliche Politur homogen, porenfrei und glatt nach dem ersten Brand.

Neben Fräsen und Schleifen weiten sich die Möglichkeiten der Drucktechnik deutlich aus. Verschiedenste Schienen, Modelle, Bohrschablonen, indirekte Klebetrays, demnächst temporärer und definitiver Zahnersatz – fast alles lässt sich drucken.

Laborseitige Systeme bieten große Bauplattformen und bei netzwerkfähigen Modellen eine komfortable Fernwartung. Indessen zieht das  Tempo an – um einmal eine Größenordnung zu bekommen: Sieben Schienen in einer Stunde sind heute ohne Weiteres machbar.

Innovative Software ermöglicht sogar eine kombinierte additiv/subtraktive Fertigung: Wo es auf höchste Präzision ankommt, fräst die Maschine automatisch nach und schafft insgesamt eine gleichmäßig hohe Oberflächengüte. Heute sichtbare Horizonte liegen womöglich in Multi-Material-Druckern. Da mischen sich zum Beispiel sechs Kunststoffe zu einem neuen Compo und mit definierten Wunscheigenschaften – zum Beispiel mit bestimmten Färbungen oder inneren Farbverläufen für eine auf den Patienten abgestimmte Gestaltung.

Als Alternative zur Eigenfertigung steht dem Labor auch die Auslagerung an einen Zentral- bzw. industriellen Anbieter offen. Modelle können innerhalb kurzer Zeit geliefert werden, prompter Service unter Ausnutzung digitaler Technik.

Zukunft Zahntechnik – in Fachgesprächen auf der IDS zum Greifen nahe

„Mir fallen in wenigen Sekunden zig Gründe für einen Besuch der IDS vom 12. bis zum 16. März 2019 ein“, sagt Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V.). „Für Zahntechniker und ihre Mitarbeiter aus dem Labor ist die IDS eine erstklassige Gelegenheit, Fachgespräche mit Entwicklern und Anwendern zu suchen. Viele Vorführungen auf den Ständen spiegeln die Bandbreite von Möglichkeiten in der modernen Zahntechnik wider. “

Dieser Beitrag ist in der ZT Zahntechnik Zeitung 3/2018 erschienen.

Foto: Koelnmesse/ids-cologne
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