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Branchenmeldungen 27.04.2015

Implantologie-Event lockte viele junge Zahnärzte

Implantologie-Event lockte viele junge Zahnärzte

Düsseldorf begrüßte am 24. und 25. April 2015 rund 300 Gäste zum 22. IMPLANTOLOGY START UP und 16. EXPERTENSYMPOSIUM „Innovationen Implantologie“ im Radisson Blu Scandinavia Hotel. Auch in seiner diesjährigen Fortsetzung war dieses Doppel-Symposium einmal mehr Anziehungspunkt insbesondere für die junge Generation der Implantologie-Einsteiger.

Seit 1994 eröffnet die traditionsreiche Veranstaltungskombination IMPLANTOLOGY START UP und EXPERTENSYMPOSIUM weit mehr als 4.000 Zahnärzten den Weg in die Implantologie und begleitete mehr als 2.200 Zahnärzte in der Folgezeit auch als Anwender. Die Veranstaltungskombination ist zur festen zahnmedizinischen Fortbildungsgröße geworden. Wie bereits 2010 war auch in diesem Jahr Prof. Dr. Jürgen Becker (Poliklinik für zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) wissenschaftlicher Kooperationspartner. Die Tagungspräsidentschaft des IMPLANTOLOGY START UP und des EXPERTENSYMPOSIUMS am Freitag lag in den Händen von Prof. Dr. Dr. Frank Palm (Klinikum Konstanz). Die wissenschaftliche Leitung des gemeinsamen Podiums am Samstag übernahm Prof. Dr. Jürgen Becker.

Video zum 22. IMPLANTOLOGY START UP und 16. EXPERTENSYMPOSIUM „Innovationen Implantologie“

Beide Veranstaltungen liefen parallel und hatten eine gemeinsame Industrieausstellung sowie am Samstag ein gemeinsames wissenschaftliches Programm. Das Hauptthema der Veranstaltungskombination lautete „Das gesunde Implantat – Prävention, Gewebestabilität und Risikomanagement“. Zahlreiche namhafte Experten von Universitäten und aus der Praxis konnten als Vortragende gewonnen werden.

Impressionen aus Düsseldorf

Pre-Congress Programm: anwenderorientiert und praxisnah

Am Freitag standen neben spannenden Workshops, u.a. von CAMLOG, Heraeus Kulzer, Phibo und Straumann, auch Spezialistenkurse mit Prof. Dr. Dr. Frank Palm („Implantologische Chirurgie von A–Z“) und Dr. Dominik Nischwitz aus Tübingen („Biologische Zahnheilkunde von A–Z“) sowie anwenderorientierte Vorträge auf der Agenda. So reichte die Themenpalette von „Das gesunde Implantat beim vorerkrankten Patienten: Was ist zu berücksichtigen?“ über „Kammerhalt als implantologische Voraussetzung“ bis hin zu „Optimierte Wundheilung und Osseointegration durch Plasmatherapie“.

Darüber hinaus versammelte sich das Aktionsbündnis gesundes Implantat zu einer offenen Diskussionsrunde, in der die Teilnehmer über die präsentierten Inhalte hinaus ihre eigenen Ideen einbringen konnten. Jan-Philipp Schmidt, Geschäftsführer Aktionsbündnis gesundes Implantat, präsentierte u.a. das neue Layout der Bündnis-Webseiten und die Facebook-Seite. Des Weiteren gab er den Anwesenden das Gemeinschaftsprojekt mit Nobel Biocare bekannt.

Wissenschaftliches Programm auf höchstem Niveau

Am Samstag wurde die Kongressthematik verstärkt aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. So stellte Prof. Dr. Becker nach seiner Begrüßungsrede das Konzept der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zur Prävention und Therapie entzündlicher Komplikationen an Implantaten vor. Er gab den Teilnehmern für die Klinik und Praxis Folgendes mit auf den Weg: Nach einer Periimplantitistherapie und vor allem nach einem chirurgischen Vorgehen ist eine Rezession der periimplantären Schleimhaut zu erwarten. Ein Fortschreiten oder ein Rezidiv kann eine erneute Therapie notwendig machen – bis hin zur Implantatentfernung als eine weitere Behandlungsoption. Vor allem betonte Prof. Dr. Becker, dass entzündliche Komplikationen in jedem Fall möglichst früh behandelt werden sollten. Dr. Gordon John (Düsseldorf) sprach im Anschluss über „Periimplantäre Entzündungen bei Keramikimplantaten“. Er kam zu dem Schluss, dass Zirkonimplantate eine sinnvolle Alternative zu Titanimplantaten darstellen, da die Komplikationen geringer sind und das Gewebe besser regeneriert.

„Sind Implantate bei Autoimmunerkrankungen möglich?“ – dieser Frage stellte sich ZÄ Hatice Eren aus Düsseldorf. Speziell bei Lichen planus sollte eine regelmäßige Kontrolle und alle drei Monate eine PZR durchgeführt werden. Zudem sollte der Zahnarzt abwägen, was besser für den erkrankten Patienten ist – eine Implantatversorgung oder schleimhautgetragener Zahnersatz.

Prof. Dr. Irena Sailer, aus Genf (Schweiz) angereist, ging in ihrem Vortrag auf die Gestaltung von festsitzendem Zahnersatz ein. Dabei stellte sie folgende Überlegungen gegenüber: Verschraubt oder zementiert? Verblockt oder einzeln? Vollkeramik oder Metallkeramik? Darüber hinaus präsentierte sie die Trends von morgen, u.a. die Implantatplanungssoftware und den 3-D-Druck.

In einer einstündigen Podiumsdiskussion wurde die Problematik „Implantate bei Risikopatienten: Osteoporose, Bisphosphonate, vor und nach der Tumortherapie“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. So wurde ein interdisziplinäres Konzept zur Vermeidung von Komplikationen von Prof. Dr. Tanja Fehm aus gynäkologischer Sicht, Prof. Dr. Rainer Haas aus onkologischer Sicht und Dr. Daniel Martens (alle drei Düsseldorf) aus zahnärztlicher Sicht vorgestellt.

Den Abschluss machte Prof. Dr. Ralf Smeets (Hamburg) mit seinem Vortrag „Implantate beim stark atrophierten Kiefer“. Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über die aktuellsten Therapieoptionen.

Für das gesamte Praxisteam

Speziell für die zahnärztliche Assistenz gab es an beiden Kongresstagen Seminare zu den Themen Hygiene, Qualitätsmanagement und GOZ-Abrechnung mit Iris Wälter-Bergob, Meschede, und Christoph Jäger, Stadthagen.

Rückblick: Videoimpressionen aus Hamburg 2014

Jahrbuch Implantologie 2015

Das traditionell zu diesem Kongress und nunmehr in seiner 21. Auflage erschienene Jahrbuch Implantologie wurde an alle Teilnehmer ausgehändigt. Mit zahlreichen Fachartikeln, neuesten Marktübersichten und Unternehmens- und Weiterbildungsinformationen auf über 360 Seiten bildet das Jahrbuch Implantologie 2015 ein hochaktuelles Bild des gesamten deutschen Implantologiemarktes ab. Ab sofort ist das Jahrbuch Implantologie 2015 im Verlag OEMUS MEDIA AG erhältlich.

Jetzt schon vormerken: Im nächsten Jahr findet die Veranstaltungskombination IMPLANTOLOGY START UP und EXPERTENSYMPOSIUM am 29./30. April in Marburg statt.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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