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Branchenmeldungen 07.12.2018

Karies bei Kindern: Abhängig vom sozialen Status der Eltern

Karies bei Kindern: Abhängig vom sozialen Status der Eltern

Dem aktuellen Kinder- und Jugendreport der DAK zufolge hat der Bildungsgrad der Eltern starken Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kinder. Demnach sind Kinder bildungsarmer Familien häufiger von Karies betroffen.

Die Studie, die von der DAK in Auftrag gegeben und von der Universität Bielefeld durchgeführt wurde, umfasst Daten von knapp 600.000 Kindern und 430.000 Eltern aus dem Jahr 2016. Sie deckt einen klaren Zusammenhang zwischen Bildungsgrad der Eltern und Gesundheit der Kinder auf. So wirke sich der Lebensstil der Eltern direkt auf den Nachwuchs aus, so die DAK. Die Bildungsferne impliziere sowohl materielle als auch psychosoziale Armut, die wiederum zu erhöhten Risiken für Kinder führe.

Konkret konnten Erkrankungen der Atemwege, der Augen, Infektionen sowie psychische Leiden in erhöhtem Maße bei Kindern wirtschaftlich benachteiligter Familien festgestellt werden. Aber auch Adipositas und Karies treten bei Kindern von Akademikern deutlich seltener auf. Karies kommt bei Kindern bildungsarmer Familien 2,8-mal häufiger vor.

Die Auswertung der DAK-Abrechnungsdaten untermauert die zum zweiten Mal vom Robert Koch-Institut durchgeführte KiGGS-Befragung. Die DAK-Gesundheit sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. hoffen, dass die Ergebnisse auch auf politischer Ebene Wirkung zeigen, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen langfristig zu verbessern.

Foto: dream79 – stock.adobe.com
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