Anzeige
Branchenmeldungen 13.05.2020

Kein Erwerbsersatz für Zahnärzte: SSO kämpft weiter

Kein Erwerbsersatz für Zahnärzte: SSO kämpft weiter

Die Rettungsmassnahmen des Bundes sehen für die Schweizer Ärzte- und Zahnärzteschaft noch immer keinen Corona-Erwerbsersatz vor. Die Verbände wollen dies nicht ohne Weiteres hinnehmen und lassen die Beschränkungen derzeit prüfen.

Mit dem 27. April dürften Gesundheitseinrichtungen zwar zu ihrem regulären Praxisalltag zurückkehren, doch vorher hiess es im Zuge des Lockdowns wochenlang: Nur Notfälle behandeln. Einige Praxen schlossen ganz. Die Einbussen sind immens. Anspruch auf die finanzielle Unterstützung haben nach neuster Regelung nicht mehr nur Selbstständigerwerbende, die direkt von der Krise betroffen sind (Gastronomie, Einzelhandel), sondern auch diejenigen, die indirekt durch Corona Verluste eingefahren haben (Taxifahrer beispielsweise). Vorausgesetzt, das Jahreseinkommen liegt nicht über 90'000 Franken.

Dennoch hält das Bundesamt für Sozialversicherungen daran fest, Ärzte und Zahnärzte vom Erwerbsersatz auszuschliessen. Ihnen stehen lediglich Überbrückungskredite oder ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für Arbeitnehmer zu. Weder die Schweizerische Zahnärztegesellschaft (SSO) noch die Swiss Medical Association (FMH) und ChiroSuisse wollen das akzeptieren. Sie lassen derzeit verschiedene Pilotprozesse auf Rechtmässigkeit sowie die Auslegung der Verordnungen gerichtlich prüfen.

Bis es zu einem gerichtlichen Entscheid kommt, werden Anträge, die unter 10'000 Franken oder über 90'000 Franken liegen, sowie Anträge wegen faktischer Betriebsschliessung nicht geprüft, so medisiusse.

Foto Teaserbild: Ezume Images – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige