Branchenmeldungen 26.05.2026
LASAK IMPLANTOLOGIE-Konferenz 2026: Praxis, Diskussion und Begegnung
Die Konferenz verbindet traditionell Zahnärztinnen und Zahnärzte, Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sowie Studierende. Die diesjährige Konferenz bot ein Programm mit Schwerpunkt auf klinischer Praxis und Themen, die die Prädiktabilität implantologischer Behandlungen maßgeblich beeinflussen – von Navigation und Augmentationen über Weichgewebe bis hin zu Langzeitergebnissen und prothetischen Lösungen.
Durch das Fachprogramm führten MUDr. Dana Kopecka und MUDr. Jan Drazan mit professioneller Souveränität.
Referenten und zentrale Inhalte der Vorträge
Den ersten Vortragsblock eröffnete Dr. Miguel David Cevallos Lecaro, Ph.D., der sich dem lateralen Sinuslift in der Langzeitpraxis widmete und seine 15-jährigen retrospektiven Ergebnisse präsentierte. Einen besonderen Mehrwert bot insbesondere die Auswertung der Erfolgsraten, der Komplikationshäufigkeit sowie der technischen Entwicklung im Zeitverlauf – Daten, die eine präzise klinische Entscheidungsfindung bei Patienten mit limitierter Knochenhöhe unterstützen.
MUDr. Jiri Hrkal und MDDr. Michal Cicmanec stellten ein Behandlungskonzept für zahnlose Kiefer unter Verwendung temporärer Implantate ProImplant vor und konzentrierten sich auf praktische Aspekte der passiven und aktiven Navigation. Sie beschrieben die Grenzen beider Ansätze – einschließlich der Risiken bei schleimhautgetragenen Schablonen und der Problematik der Markerfixierung – und zeigten einen Workflow, der beide Navigationsarten kombiniert, um eine höhere Präzision und Kontrolle bei der Implantatinsertion zu erreichen.
Dr. Goderdzi Nakashidze, DMD, eröffnete ein sehr praxisnahes Thema: Komplikationen im Zusammenhang mit einem dünnen gingivalen Biotyp. Er betonte die biologischen und mechanischen Zusammenhänge bei der Wahl der Abutmenthöhe – einschließlich der Frage, wie bereits 1 mm die Stabilität periimplantärer Gewebe beeinflussen kann. Der Vortrag umfasste klinische Fallbeispiele sowie Vorgehensweisen zur Erhöhung der Behandlungssicherheit bei Risikopatienten (darunter Planung, Abutmentauswahl, indizierte Weichgewebeaugmentationen und Schleimhauttransplantate).
Nach dem ersten Vortragsblock folgte eine Kaffeepause, die Raum für weiterführende fachliche Gespräche sowie persönliche Begegnungen der Teilnehmenden mit den Referenten und Kolleginnen und Kollegen aus der Branche bot.
Den zweiten Vortragsblock eröffnete MUDr. Lenka Vavrickova, Ph.D., mit der Frage, ob Hybridversorgungen ein Relikt der Vergangenheit oder vielmehr eine hochwertige Alternative in der modernen Prothetik darstellen. Sie ordnete das Thema in den Kontext digitaler Technologien, neuer Materialien und präziser Fertigungsverfahren ein. Diskutiert wurden Indikationen, Grenzen und Langzeiterfahrungen – insbesondere bei Patienten mit versagenden festsitzenden Versorgungen.
MDDr. Michal Novosad widmete sich dem Management vertikaler Alveolardefekte und der klinischen Entscheidungsfindung – also der Frage, wie Augmentationstechnik und Material abhängig von Ausmaß und Lokalisation des Defekts gewählt werden sollten. Einen wichtigen Teil des Vortrags bildete das Weichgewebemanagement mit dem Ziel einer langfristig stabilen Implantation und einer ästhetisch optimalen prothetischen Rekonstruktion, einschließlich alternativer Ansätze im distalen Bereich und im Frontzahnbereich.
Dr. Volker Bonatz, M.Sc., M.Sc., präsentierte in seinem Vortrag über schmale Implantate einen umfassenden Blick auf die Behandlung von Patienten mit extrem reduziertem Knochenangebot. Ausgehend von 3D-Diagnostik und Planung führte er durch den gesamten Behandlungsablauf bis zur finalen Prothetik – einschließlich schablonengeführter Chirurgie, konsequenter Verwendung von Implantaten mit einem Durchmesser von 2,9 mm, zahntechnischer Umsetzung, Ästhetik und Patientenkomfort.
MUDr. Pavel Hyspler, Ph.D., stellte die Scananaloge BioniQ als praxisnahe Instrumente zur Präzisierung digitaler Workflows bei der Herstellung implantatgetragener prothetischer Versorgungen vor. Er zeigte, wie die Technologie von der Arbeit mit dem Emergenzprofil bis hin zu vollständig digitalen Verfahren bei umfangreichen Rekonstruktionen eingesetzt werden kann – mit dem Ziel, Fehlerquellen zu reduzieren und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen.
Partner der Veranstaltung
Während der Pausen und im Foyer bot sich zudem die Gelegenheit zum Austausch mit den Partnern der Veranstaltung. Die Teilnehmenden konnten die Stände von ENZYMEL besuchen – enzymatische Mundpflege mit Fokus auf entzündliche Zustände, insbesondere die Produktlinien ENZYMEL Parodont und ENZYMEL Intensive 35 – sowie von justDENT, das Beratung und Konsultationen für den täglichen Betrieb der Zahnarztpraxis sowie praxiserprobte Produkte präsentierte. Bestandteil waren auch persönliche Beratungsgespräche und die Möglichkeit, konkrete Situationen aus der Praxis zu besprechen.
Abend- und Rahmenprogramm
Nach dem fachlichen Teil folgten ein Buffet und weitere Gelegenheit für vertiefende Gespräche. Das Rahmenprogramm wurde durch RC-Autorennen im „Top Gear“-Stil bereichert, die für eine angenehme Auflockerung und eine weitere Gelegenheit zum informellen Austausch sorgten. Auch unsere traditionelle KI-Fotobox durfte nicht fehlen – die Teilnehmenden konnten daraus ein originelles Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen.