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Branchenmeldungen 26.04.2018

Lungenkrebsdiagnose entpuppt sich als aspirierte Krone

Lungenkrebsdiagnose entpuppt sich als aspirierte Krone

Ein 59-jähriger Mann aus Minden hatte kürzlich versucht, gegen seine Zahnärztin zu klagen, nachdem sich eine vermeintliche Lungenkrebsdiagnose als aspirierte Stiftkrone entpuppte.

2013 begann die prothetische Behandlung des Mindeners, ihm wurde unter anderem von seiner Zahnärztin eine Stiftkrone eingegliedert. Laut gerichtlich bestelltem Gutachter verlief die prothetische Versorgung problemlos und regelkonform. Dennoch klagte der Mann 2014 über starken Reizhusten, den er ärztlich abklären ließ, wie das Westfalen Blatt berichtet.

Beim Röntgen der Lunge entdeckten die Ärzte einen Fremdkörper, worauf auch Lungenkrebs als mögliche Diagnose in Betracht gezogen wurde. Der Mann kam daraufhin in ein Krankenhaus und wurde operiert. Doch es war nicht Lungenkrebs, den die Ärzte auf den Röntgenbildern gesehen hatten, sondern eine Stiftkrone.

Vor dem Landgericht Bielefeld wollte der 59-Jährige nun seine Zahnärztin auf Schadensersatz verklagen. Da diese bei der prothetischen Versorgung aber keinen Fehler begangen hatte, wird vermutet, dass sich die Stiftkrone bei einem Hustenanfall gelöst hat und versehentlich aspiriert wurde.

Das Verfahren gegen die Zahnärztin wurde eingestellt.

Foto: VadimGuzhva – stock.adobe.com
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