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Branchenmeldungen 24.03.2014

Mehr Vertrauen schaffen und Sicherheit gewährleisten

Mehr Vertrauen schaffen und Sicherheit gewährleisten

Das neue Verbandsgütesiegel GDDP des Österreichischen Dentalverbandes

Bei bestem Frühlingswetter und in locker-entspannter Atmosphäre begann am vergangenen Donnerstag in Elixhausen die zweitägige Klausurtagung des Österreichischen Dentalverbandes (ODV). Das Motto der Tagung lautete „Der ODV-Kodex ist beschlossen – es folgt die Umsetzung“ und zog zahlreiche Geschäftsführer und Prokuristen in die kleine, 2.850 Einwohner zählende Gemeinde im Bundesland Salzburg.

Dr. Gottfried Fuhrmann, der Präsident des Verbandes, begrüßte die Teilnehmer und gab seiner Freude Ausdruck, dass das Thema der Klausurtagung auf so großes Interesse unter den Verbandsmitgliedern gestoßen war.

Thema des ersten Referates war das Verbandsgütesiegel GDDP (Good Dental Distributor Practice) des ODV. Stefan Smyczko, MSc, von der ecerta Ltd., Niederlassung Österreich, erläuterte den Anwesenden die Beweggründe für das Setzen von Qualitätsstandards, die sich aus den gesetzlichen Anforderungen, den Marktanforderungen und der Patientensicherheit ergeben. Er ging im Anschluss auf die Frage ein, warum es Qualitätskriterien für ODV-Mitglieder gibt und erläuterte die Grundlagen der Qualitätsstandards des ODV. Der aktuelle Status: der ODV-Kodex ist seit Mitte 2013 in Kraft, bisher wurden elf Legal-Compliance Audits und zwei GDDP-Audits erfolgreich absolviert.

Der ODV-Kodex besteht bekanntermaßen aus zwei Teilen. Er umfasst einerseits die Pflichten des Verbandes selbst, richtet sich andererseits an die Mitglieder und ist für diese verpflichtend. Mitgliederorientierte Inhalte sind das Auftreten und Verhalten am Markt, Korruptionsbekämpfung, die Erfüllung der Berufsvoraussetzungen und der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, faire Beschäftigung sowie die Einhaltung des Kodex und Sanktionen bei Verstößen.

Stefan Smyczko gab zudem eine kurze Auswertung aus den bisherigen Legal-Compliance Audits, bei denen sich vor allem Handlungsbedarf bei den Themen Medizinprodukteberater, Sperrlager, Anwendereinweisung und Verhaltenskodex zeigten.

Das GDDP-Gütesiegel besitzt eine zweijährige Gültigkeit und besteht aus Basis (zehn Standards, die jeweils in „Muss“- und „Soll“-Kriterien unterteilt sind) und Zusatzmodul (Service, Reparatur, Wartung). In der Folge erläuterte Stefan Smyczko den Ablauf eines GDDP-Audits und stellte sich abschließend den Fragen der Zuhörer.

Nach einer kurzen Kaffeepause sprach Frau Mag. Elisabeth Smyczko, selbständige Unternehmensberaterin und Geschäftsführerin der sophida GmbH, über „Behördliche Inspektionen“. Frau Mag. Smyczko, selbst mehrere Jahre als Inspektorin für klinische Prüfungen nach dem AMG und MPG AGES/BASG tätig, informierte über den regulären Ablauf einer angekündigten Inspektion und gab hilfreiche Tipps, wie man mit Inspektoren umgehen sollte und worauf bei Behördenkontakt zu achten ist. Wichtigster Hinweis: Inspektoren dürfen (fast) alles! Heftig diskutiert wurde im Anschluss die Frage, wer meldet wann und an wen einen „Produktzwischenfall“. 

Über die Danube Privat University informierte dann deren Gründerin und Präsidentin, die Honorkonsulin Marga Wagner-Pischel. Mit sichtlichem Stolz und großer Leidenschaft berichtete sie über die Anfänge der Universität, die Ausbildung, das Zahnambulatorium und das familiäre Miteinander der Studierenden. Mit einem Ausblick über Zukünftiges, so beispielsweise der Bau weiterer Hörsäle, beendete Frau Wagner-Pischel ihre Präsentation und übergab das Wort an ihren Ehemann Jürgen Pischel, der mit ihr gemeinsam vor fünf Jahren die DPU gegründet hat.

„Zahnmedizin – Spannungsfeld von Politik und Fortschritt“ lautete das Thema des Referates von Jürgen Pischel. Der für seine klaren Worte bekannte Redner beeindruckte mit Zahlen und Fakten und sieht in der Parodontologie und der Alterszahnmedizin die wahren Herausforderungen der kommenden Jahre. Und so lautete sein Schlusswort: „Der Patient ist das Maß der Zukunft!“

Das gemeinsame Abendessen bot dann sowohl Gelegenheit, über Gehörtes zu diskutieren, als auch die Möglichkeit, alte Kontakte und Freundschaften zu pflegen.

Am Freitagvormittag trafen sich die Teilnehmer zu einem praktischen Workshop. Hier standen wiederum die Qualitätskriterien nach GDDP im Mittelpunkt. Anhand von verschiedenen Fragestellungen und begleitet von den Moderatoren Frau Mag. Smyczko und Herrn Smyczko konnten die Anwesenden, aufgeteilt in drei Arbeitsgruppen, Lösungen erarbeiten und sich den möglichen Rückfragen der Auditoren stellen. Die Ergebnisse des Workshops stimmten sehr zuversichtlich und vermittelten den positiven Eindruck, dass sich die „Strapazen“, die man für die Erlangung des GDDP-Gütesiegels in Kauf nehmen muss, wahrlich lohnen. Somit konnte Dr. Fuhrmann die Klausurtagung mit einem überaus positives Fazit beenden.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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