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Branchenmeldungen 21.02.2011

Mundatmung kann Gesundheitsprobleme verursachen

Mundatmung kann Gesundheitsprobleme verursachen

Der Zahnarzt könnte der erste sein, der die Atmung durch den Mund diagnostiziert

Die Gewohnheit der Mundatmung kann bei Kindern im Laufe der Zeit eine abnorme Gesichts- und Zahnentwicklung verursachen. Insbesondere Allergiker können von der chronischen Mundatmung betroffen sein.

Laut einer US-amerikanischen Studie sind die physischen, medizinischen und sozialen Probleme, die mit der Mundatmung einhergehen können, den meisten Medizinern unbekannt. Zahnärzte sehen ihre Patienten typischweise alle sechs Monate und damit öfters, als diese ihren Hausarzt sehen. Daher können Zahnärzte die ersten sein, die bei einem Patienten die Symptome der Mundatmung diagnostizieren.



Allergien können Verstopfungen der oberen Atemwege verursachen und die Gewohnheit zur Mundatmung bei Patienten auslösen, so der Autor der Studie. Im Laufe der Zeit kann es bei Kindern mit unbehandelter chronischer Mundatmung zu einer Fehlbildung des Oberkiefers und zu Zahnstellungsanomalien kommen. Die schlechten Schlafgewohnheiten, die aus der Mundatmung resultieren, können die geistige und körperliche Entwicklung nachteilig beeinflussen, so kommt es bei Kindern oft zur Fehldiagnose des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS-Syndroms) und der Hyperaktivität. Zudem kann Mundatmung zu schlechter Sauerstoffkonzentration im Blut führen, was einen zu hohen Blutdruck, Herzprobleme, Schlafapnoe und andere medizinische Probleme mit sich führen kann. Kinder mit Mundatmung schlafen typischweise nicht gut, dadurch sind sie den Tag über müde und können sich möglicherweise nicht in der Schule konzentrieren.

Erkennt etwa der Zahnarzt die typischen durch Mundatmung hervorgerufenen Symptome wie Polypen und geschwollene Mandeln, können diese chirurgisch vom Hals-Nasen-Ohrenarzt entfernt werden. Eine chirurgische und/oder kieferorthopädische Intervention kann die Lebensqualität von Patienten signifikant verbessern.

Quelle: General Dentistry (Journal der Academy of General Dentistry), 02.05.2010

Foto: © Shutterstock.com
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