Anzeige
Branchenmeldungen 22.10.2019

Steuerhinterziehung: Krematorium verkauft Zahngold der Toten weiter

Steuerhinterziehung: Krematorium verkauft Zahngold der Toten weiter

Weil sie sich nach der Einäscherung von Toten am Verkauf von Zahngold und weiteren Edelmetallen bereichert haben, erwartet zwei Verantwortliche eines Krematoriums eine Bewährungsstrafe wegen Steuerhinterziehung. Dies geht aus einer Absprache zwischen Richter, Verteidigern und der Staatsanwaltschaft hervor, wie Richter Roland Fink kürzlich vor dem Amtsgericht Augsburg bekanntgab. Dem Geschäftsführer und dem Betriebswart des Kemptner Unternehmens wird vorgeworfen, Zahngold und andere Edelmetalle aus der Asche von Toten an eine Verwertungsfirma verkauft und nicht ordnungsgemäß versteuert zu haben.

Nach der Absprache drohen dem Geschäftsführer laut Richter eine Gesamtfreiheitsstrafe zwischen einem Jahr und acht Monaten und zwei Jahren und dem Mitangeklagten eine Haftstrafe zwischen sieben und elf Monaten. Vor Gericht zeigten sich beide Angeklagte geständig. Daher werde die Haftstrafe voraussichtlich auf Bewährung ausgesetzt, teilte der Richter mit. Dem Geschäftsführer droht zudem eine Geldauflage von 15.000 Euro; dem Betriebswart eine Geldauflage von 6.000 Euro.

Quelle: dpa

Foto: Maurice Tricatelle – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige