Anzeige
Branchenmeldungen 20.05.2019

Tod auf dem Zahnarztstuhl: Prozess hat begonnen

Tod auf dem Zahnarztstuhl: Prozess hat begonnen

Ein Horrorszenario für jeden praktizierenden Zahnarzt: Ein Patient wird zur Behandlung in Narkose versetzt – wacht aber nicht mehr auf. Wenige Tage später ist er tot. So erging es einem damals 54-Jährigen in Tübingen. Das Gericht soll nun klären, ob ein Fehler gemacht wurde.

Im Oktober 2016 sollte der Patient am Universitätsklinikum Tübingen unter anderem ein Implantat bekommen. Aus Angst vor dem Eingriff bestand dieser auf eine Vollnarkose – mit fatalen Folgen. Während der OP soll es zu Komplikationen gekommen sein, die eine Sauerstoffunterversorgung und als Folge dessen einen Herzstillstand nach sich zogen. Der Patient erlitt so schwere Hirnschäden, dass schließlich nach einigen Tagen die lebenserhaltenen Maßnahmen eingestellt wurden.

Gegen den damals behandelnden Anästhesisten wurde ein Strafbefehl verhängt, wie der FOCUS berichtete. Er bekam 10.000 Euro Geldstrafe auferlegt sowie neun Monate auf Bewährung. Der Facharzt hatte daraufhin Einspruch eingelegt – nun soll das Tübinger Amtsgericht die Schuldfrage klären.

Bis zur Rechtsprechung durch das Gericht gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Foto: OscarStock – stock.adobe.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige