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Branchenmeldungen 07.03.2019

«Üble Nachrede» auf Google: DH drohen 1'400 Franken Busse

«Üble Nachrede» auf Google: DH drohen 1'400 Franken Busse

«Er ist ein schlechter Zahnarzt» – mit kritischen Aussagen wie dieser hatte eine Aargauer Lehr-Dentalassistentin bei Google ihren Ex-Chef bewertet. Der Zahnarzt klagte daraufhin, nun soll sie 1'400 Franken Bussgeld zahlen. Doch damit nicht genug. Ihr droht darüber hinaus ein Eintrag im Strafregister.

Und das, wo Bewertungsplattformen doch im Grunde für den ehrlichen Erfahrungsaustausch da sind – selbst, wenn Erfahrungsberichte weniger positiv ausfallen. Kritik, die sich beispielsweise auf die Arbeitsweise eines Dienstleisters beziehe, sei durchaus legitim. Diese Meinung vertritt auch der Anwalt der 20-jährigen Dentalassistentin, der nun versucht, die Klage abzuwenden. Er betont, dass bei der Bewertung auf Google My Business keine Ehrverletzung des Zahnarztes vorliege, wie blick.ch berichtet.

Die junge Frau hatte bei besagtem Zahnarzt in Aargau vor ca. zwei Jahren ihre Lehre begonnen, war mit der Praxis allerdings sehr unzufrieden, sodass sie 2018 nach Zürich wechselte. Der Zahnarzt solle sowohl Angestellte als auch Patienten schlecht behandelt haben. Zudem war von Nichteinhalten der Hygienestandards und fehlendem Feingefühl insbesondere bei verängstigten Kindern die Rede. Über die Bewertung bei Google wollte sie potenzielle Neupatienten warnen und deutlich machen, dass die Praxis nicht zu empfehlen sei.

Foto: Tierney – stock.adobe.com

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