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Branchenmeldungen 11.11.2020

Corona-Verdacht gemeldet: Wiener ZFA wurde gefeuert

Corona-Verdacht gemeldet: Wiener ZFA wurde gefeuert

Eine frisch angelernte Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) in einer Wiener Praxis hatte Sorge, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Nun hat die 17-Jährige keinen Job mehr.

Der Schutz von Patienten und Praxisteam vor dem Coronavirus ist derzeit das oberste Gebot in Österreichs Ordinationen. Dafür sorgen höchste Hygienestandards. Dennoch sind Ängste und Unsicherheiten, einen infizierten Patienten zu behandeln, nur allzu verständlich.

In einer Ordination in Wien kam es zu genau solch einem Fall. Ein Patient wurde an einem Montag behandelt, zwei Tage später rief er in der Praxis an und erklärte, er sei mit dem Coronavirus infiziert. Die junge ZFA, die auch bei der Behandlung assistiert hatte, fragte ihren Vater um Rat, wie sie sich jetzt verhalten müsste. Er riet ihr, die österreichische Gesundheitshotline anzurufen, die auch die erste Anlaufstelle für einen Corona-Verdacht ist.

Der Anruf bei der 1450-Hotline blieb für die 17-Jährige nicht folgenlos – der Zahnarzt habe sie, nachdem sie sich in Quarantäne begeben hatte, gekündigt, wie krone.at berichtete. Ihr ehemaliger Chef bestreitet das.

Der Corona-Test des Mädchens war negativ, der Job ist dennoch weg. Ihr Vater und ihr ehemaliger Arbeitgeber konnten sich letztendlich auf eine gesetzliche Kündigung einigen.

Foto Teaserbild: Jenny Sturm – stock.adobe.com

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