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Branchenmeldungen 03.08.2020

Vollnarkose bei Kindern in der Zahnarztpraxis gängig

Vollnarkose bei Kindern in der Zahnarztpraxis gängig

Jede Narkose stellt auch eine Komplikationsgefahr dar und sollte daher auch das letzte Mittel der Wahl sein – insbesondere bei Kindern. Doch in der Praxis scheint derzeit genau der gegenteilige Trend zu grassieren.

Natürlich stellt die Behandlung von Kindern Zahnärzte vor besondere Herausforderungen. Feingefühl, Geduld, Kreativität und Zeit sind hier ebenso gefragt wie eine offene Kommunikation mit den Eltern und Angstprophylaxe. Schenkt man dem aktuellen Patientenmonitor der UPD Patientenberatung Deutschland Glauben, machen sich viele Zahnarztpraxen diese Mühe jedoch nicht.

So geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, dass im vergangenen Jahr auffällig viele Eltern mit Fragen zur Vollnarkose auf die Beratungsstelle zukamen. Konkrete Zahlen nennt die Patientenberatung allerdings nicht.

In dem Bericht ist die Rede davon, dass Zahnärzte bei Angst vor einer Kariesbehandlung eine Vollnarkose empfehlen. Eine ausführliche Beratung und Aufklärung über die Risiken der Anästhesie fehlen hingegen oftmals. Auch bezüglich der Vorgehensweise bei der Bezahlung herrscht aufseiten der Eltern viel Unsicherheit. Auch hier versuchte die UPD im letzten Jahr Klarheit zu schaffen.

Die Patientenberatung betont, dass die Entscheidung für eine Vollnarkose aus medizinischer Sicht nur in letzter Instanz getroffen werden sollte. Ausnahmen bilden unter Umständen körperliche oder psychische Beeinträchtigungen bei Kindern, die eine andere Art der Behandlung nicht ermöglichen.

Insgesamt hatte die Patientenberatung im Jahr 2019 rund 4.700 Mal zu zahnmedizinischen Themen Auskunft gegeben. In den meisten Fällen hatten Patienten rechtliche Fragen, beispielsweise zu Kostenplänen oder der Gewährleistung bei mangelhaftem Zahnersatz.

Der Bericht kann hier eingesehen werden.

Foto Teaserbild: stock28studio – stock.adobe.com

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