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Branchenmeldungen 06.02.2014

Weil Desinfektion auch Hau(p)tsache ist

Christin Bunn
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Weil Desinfektion auch Hau(p)tsache ist

Die Haut ist eines unserer wichtigsten Organe, die Hände sind eines der unverzichtbarsten Werkzeuge – kommen sie doch bei nahezu allen Tätigkeiten zum Einsatz. Durch diesen intensiven Einsatzbereich ergibt sich gleichzeitig auch die Problemstellung – berühren unsere Hände tagtäglich doch eine Vielzahl von Personen sowie Gegenständen und werden zwangsläufig zur idealen Anlaufstelle für Bakterien und Keime. Hier gilt es besondere Schutz- und Pflegemaßnahmen zu ergreifen.

Da wo Menschen sind, befinden sich zwangsläufig auch Bakterien und Keime. Und da, wo sich Bakterien und Keime befinden, besteht immer auch ein Infektionsrisiko, weshalb die Händedesinfektion im Gesundheitsbereich ein unverzichtbarer Begleiter ist, um Übertragungen sowohl von Patient zu Patient als auch von Zahnarzt zu Patient und umgekehrt zu vermeiden. Dies funktioniert unter Zuhilfenahme von Händedesinfektionsmitteln, welche die Keimzahl an den Händen auf ein unbedenkliches Maß reduzieren. Dabei richtet sich die Händedesinfektion vorrangig gegen die transiente Hautflora. Die­se besteht im Unterschied zur natürlichen Hautflora aus hautfremden Keimen, die potenziell pathogen und folglich gefährlich sein können.

Das How-To der Händedesinfektion

Für das gesamte Praxisteam gilt daher, dass die Infektionsprävention zu jeder Zeit oberste Priorität hat – dazu zählt besonders auch die Händedesinfektion. Sie wird täglich mehrfach durchgeführt, so unter anderem vor und nach jedem Patientenkontakt, nach jedem Kontakt mit potenziell infektiösen Stoffen und nach jedem Toilettengang. Die hygienische Händedesinfektion sieht laut dem Einreibeverfahren gemäß CEN/EN 1500 folgende Vorgehensweise vor:

Vorbereitung:

Ein leicht erreichbarer Handwaschplatz mit fließend warmem und kaltem Wasser, Prä­paratespender mit hautschonender Wasch­lotion, Händedesinfektionsmittel und geeignete Hautpflegemittel sowie Handtücher zum einmaligen Gebrauch sind bereitzustellen. Die Wasserarmaturen sowie die Präparate­spen­der müssen ohne Handberührung benutzt werden können. An Händen und Unterarmen dürfen keine Schmuckstücke, Uhren oder Ringe getragen werden. Es wird empfohlen, dass Fingernägel wegen der Gefahr einer Handschuhperforation die Fingerkuppen nicht überragen. Künstliche Fingernägel sowie Nagellack werden nicht empfohlen, da die Händehygie­ne behindert wird. Die Hände bis zu den Handgelenken müssen über die Einwirkzeit feucht gehalten werden, ggf. erfordert dies eine mehrmalige Entnahme von Händedesinfektionsmittel.

  • Schritt 1: Handfläche auf Handfläche, bis zu den Handgelenken (Abb. 1)
  • Schritt 2: Rechte Handfläche über linkem Hand­rücken und linke Handfläche über rechtem Handrücken (Abb. 2)
  • Schritt 3: Handfläche auf Handfläche mit verschränkten, gespreizten Fingern (Abb. 3)
  • Schritt 4: Außenseite der Finger auf gegenüberliegende Handflächen mit verschränkten Fingern (Abb. 4)
  • Schritt 5: Kreisendes Reiben des Daumens in der geschlossenen linken Handfläche und umgekehrt (Abb. 5)
  • Schritt 6: Kreisendes Reiben hin und her mit geschlossenen Fingerkuppen der rechten Hand in der linken Handfläche und umgekehrt (Abb. 6)

 

Diese Systematik in den Anwendungsschritten verdeutlicht einmal mehr die Wichtigkeit, die dieser Hygienemaßnahme zukommt und zeigt gleichzeitig die Schwierigkeiten einer solchen tagtäglich vielfach durchzuführenden Vorgehensweise auf: eine stark beanspruchte Haut. Diese ist durch die beruflich bedingte Feuchtarbeit sehr belastet und bedarf dementsprechenden Schutz- und Pflegemaßnahmen, um die natürliche Hautsubstanz inklusive aller natürlichen (positiven) Hautkeime nicht zu zerstören.

Zudem bestehen für Menschen in medizi­nischen Berufen weitere Belastungsfaktoren, die das normale Gleichgewicht der Haut beeinträchtigen können. Dazu zählen beispielsweise die Schutzhandschuhe, die durch die Bildung eines Schweißfilms ein Problem darstellen können. Werden die Handschuhe bei einer Behandlung lange getragen, lässt die im Handschuh entstehende Feuchtigkeit die Hornschicht aufquellen. Auch materialbeding­te Reizungen und Allergien sollen an dieser Stelle erwähnt sein, denn auch sie beeinträchtigen die Hautflora nachträglich und sind ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für unser größtes Organ – die Haut.

Desinfektion, die gleichzeitig pflegt

Fest steht folglich, dass eine täglich mehrfache Händedesinfektion unverzichtbar in der Zahnarztpraxis ist. Und fest steht auch, dass diese überdurchschnittliche Beanspruchung einen daran angelehnten stark erhöhten Pflege­bedarf nach sich zieht, um Haut und Hände zu schützen und zu entlasten. Hier wirken fetthaltige Produkte dem Lipid- und Feuchtigkeitsverlust entgegen und unterstützen regenerierend. Zudem verringern feuchtigkeitsbindende Substanzen die Austrocknung der Haut, ergänzt durch reparative Hautpflegemittel.

Produkte, die in ausgewogenem Verhältnis desinfizieren und gleichzeitig pflegen, sind Spezialpräparate der HD-Linie von Dürr Dental. Sie pflegen, beugen Entzündungen vor, erhalten die Geschmeidigkeit und ziehen schnell ein. Des Weiteren sind sie hoch ergiebig und zugleich äußerst wirtschaftlich. Die HD-Präparate sind pflegend sowie rückfettend, alkali- und seifenfrei und bieten Schutz vor Austrocknung. Dermatologisch getestet und klinisch geprüft hat es folglich jeder Anwender selbst in der Hand, ob er sich bei der täglichen Händedesinfektion gleichzeitig auch etwas Gutes tut und mit der richtigen Produktentscheidung zu mehr Wohlbefinden für Haut und Hände beiträgt.

Über die Dürr Dental System-Hygiene

Als Pionier und Wegbereiter für Hygiene in der Zahnarztpraxis ist Dürr Dental Marktführer in Deutschland. Das ganzheitliche Hygienekonzept des Hauses umfasst eine breite Palette von abgestimmten Systemlösungen aus einer Hand. Die Konzentrate und Gebrauchslösungen der System-Hygiene zur Desinfektion, Reinigung und Pflege decken alle Einsatz­bereiche ab. Die von Dürr Dental einst in den Markt eingeführte durchgehende Farbcodierung vereinfacht die Anwendung im Praxis­alltag: Blau für Instrumente, Grün für Flächen, Rosa für Haut und Hände sowie Gelb für Spezialbereiche (z.B. Sauganlagen, Mundspülbecken, Abdrücke etc.). Ergänzend ermöglichen innovative und speziell entwickelte Geräte und Tech­nologien rationelles Arbeiten während der Instrumentenaufbereitung oder der Desinfektion von Flächen, Händen oder Abdrücken. Ein umfangreiches Service- und Schulungsangebot vervollständigt das ganzheitliche Hygiene-System von Dürr Dental.

Foto: © Dürr Dental AG
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