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Branchenmeldungen 05.02.2020

Zahnmedizinische Behandlung beeinträchtigter Kinder – jo glei!

Zahnmedizinische Behandlung beeinträchtigter Kinder – jo glei!

Die Behandlung beeinträchtigter Kinder stellt an österreichische Zahnmediziner spezielle Anforderungen, Stichwort Narkose. Zahnärzte, die dem gerecht werden, suchen Familien in der Region Oberpinzgau im Bundesland Salzburg derzeit allerdings vergebens.

Wie so oft, geht es in erster Linie ums Geld und um die Frage, wie viel man Familien mit beeinträchtigten Kindern überhaupt zumuten kann. Während früher die zahnmedizinische Behandlung mit Narkose in der Tauernklinik in Mittersill möglich war, gibt es derzeit keine wirkliche Anlaufstelle in der Region.

Den Familien bleiben nur zwei unschöne Optionen, wie krone.at berichtete: Entweder sie suchen die Wahlzahnärztin in Zell am See-Schüttdorf auf. Problem: Dort findet keine Kostenübernahme durch die Kasse statt. Oder aber sie fahren bis nach Salzburg, wo die Kosten für die Behandlung zwar von der Kasse getragen werden, aber die Entfernung nicht unproblematisch ist. Schließlich müssen Patienten zur Behandlung mit Narkose nüchtern erscheinen. Ein Zustand, in dem die Kinder häufig mit hohem Aggressionspotenzial reagieren.

In einem Interview mit der Kronenzeitung erklärte Thom Kinberger, Obmann der Salzburger GKK, Lösungen anzustreben – so soll durch Umbau des Spitals Mittersill bald auch wieder das zahnmedizinische Angebot erfolgen. Allerdings nicht heute und nicht morgen, aber wohl irgendwann in diesem Jahr. Was jedoch verwundert: Mit Einführung der neuen Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) im Jänner dieses Jahres sollten doch eigentlich einheitliche Leistungen für alle gelten.

Bis auf gesundheitspolitischer Ebene eine Lösung gefunden ist, erhalten Familien finanzielle Unterstützung durch den Verein Kaleidoskop.

Foto: nd3000 – stock.adobe.com

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