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Wissenschaft und Forschung 25.08.2015

Hightech-Spiegel stellt Diagnose auf einen Blick

Hightech-Spiegel stellt Diagnose auf einen Blick

In den Spiegel blicken und dabei eine Diagnose von möglichen Krankheiten erhalten – so einfach könnte es in Zukunft sein, behauptet eine Studie französischer und italienischer Wissenschaftler. Sie erfanden den Wize Mirror, einen multisensorischen Spiegel, der seinen Betrachter bei jedem Blick in den Spiegel scannt und so mit der Zeit Veränderungen und Anzeichen für Krankheiten erkennt.

Der Wize Mirror ist nicht einfach nur ein Spiegel. Er besteht aus einem 3-D-Scanner, Multispektralkameras und Gassensoren, mit denen er sein Gegenüber analysiert. Er beobachtet das Gesicht, Beschaffenheit des Fettgewebes, den Gesichtsausdruck, Rötung bzw. Blässe und auch Anzeichen für Stress. Die Gassensoren analysieren den Atem und der 3-D-Scanner erkennt über die Gesichtsform, ob der Benutzer ab- oder zugenommen hat. Die Multispektralkameras können Herzrhythmus und Hämoglobinlevel einschätzen. Innerhalb von einer Minute erstellt der Spiegel mithilfe dieser Daten eine Bewertung, anhand derer der Benutzer erkennt, wie gesund er ist. Er gibt außerdem Hinweise, wie derjenige seine Gesundheit verbessern könnte. Der Spiegel soll ab dem nächsten Jahr an drei Orten in Frankreich und Italien getestet werden. Die ausgewerteten Daten werden dann mit denen von herkömmlichen Untersuchungsgeräten verglichen.

Der Spiegel wird mit Unterstützung des EU-Forschungsprojektes SEMEOTICONS (SEMEiotic Oriented Technology for Individual’s CardiOmetabolic risk self-assessmeNt and Self-monitoring) entwickelt. Er ist als leicht integrierbares Gerät für zu Hause und gesundheitlich relevante Orte, wie Apotheken, Fitnesstudios oder Schulen, gedacht.

© SEMEOTICONS

Quelle: New Scientist/Semeoticons

Foto: © SEMEOTICONS
Autor: Karola Richter
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