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Wissenschaft und Forschung 29.07.2016

Milchzähne – die biologischen Festplatten unseres Körpers

Milchzähne – die biologischen Festplatten unseres Körpers

Nicht nur für die Zahnfee sind Milchzähne von großer Bedeutung. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Babyzähne sämtliche Chemikalien und Umwelteinflüsse, mit denen wir im Laufe unserer Kindheit in Verbindung kommen, speichern. Dadurch können Zusammenhänge mit späteren Erkrankungen aufgestellt werden.

Ähnlich eines Baumes, formen auch Zähne Ringe im Laufe ihres Lebens. Diese allerdings nicht jährlich, sondern täglich. Sie enthalten Informationen zu allen Einflüssen, denen unser Körper an einem bestimmten Tag ausgesetzt war. Der Biologe und Umweltmediziner Manish Arora hat jetzt einen Weg gefunden, die einzelnen Informationen jedes Ringes zu analysieren. Mithilfe dieser können die Risiken für eine bestimmte Krankheit im Laufe des Lebens schon frühzeitig erkannt werden. Ähnliche Analysen finden bereits mit Blutproben statt. Steve Rappaport, Professor der Umwelthygiene an der Berkeley School of Public Health in Kalifornien, untersucht derzeit die Proben von 3.000 Babys und versucht, Unterschiede zu erkennen zwischen denen, die später an Leukämie erkrankt sind und den gesunden Personen. Da Blutkrebs nur sehr bedingt von genetischen Faktoren beeinflusst wird, zieht der Wissenschaftler verschiedene Umwelteinflüsse als mögliche Ursachen in Betracht. Eben diese Methode will auch Manish Arora anwenden, um mithilfe der in den Milchzähnen gespeicherten Informationen schon frühzeitig gesundheitliche Risiken voraussagen zu können und gegebenenfalls rechtzeitig gegenzusteuern.

Quelle: english.astroawani.com

Foto: © krishnacreations – fotolia.com
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