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Wissenschaft und Forschung 01.03.2019

Milchzähne: Zahnschmelz als Indikator für die Psyche

Milchzähne: Zahnschmelz als Indikator für die Psyche

Welches Potenzial Milchzähne für die Forschung haben, fördern immer mehr Studien zutage. Neueste Untersuchungen zeigen jetzt, dass anhand der Zahnschmelzdichte bereits Rückschlüsse auf spätere psychische Erkrankungen gezogen werden können.

Ein Forscherteam rund um die Psychiaterin Dr. Erin Dunn vom Massachusetts General Hospital hat die Milchzähne von 37 6-jährigen Kindern analysiert. Dabei fiel auf, dass besonders die Kinder bereits psychische Auffälligkeiten wie Aggressivität, Unaufmerksamkeit und Impulsivität zeigten, die eine dünne Schmelzschicht an ihren Milchzähnen hatten.

Außerdem sehen die Wissenschaftler einen direkten Zusammenhang zwischen dem dünnen Zahnschmelz und Traumata während der Schwangerschaft. Da sich die Milchzähne bereits im Mutterleib entwickeln, verrät die Schmelzdichte auch etwas über den Stress und Ernährungsstatus der Mutter während der Schwangerschaft.

Von ihren Forschungsergebnissen erhofft sich das Team, einen Indikator für die spätere Entwicklung psychischer Krankheiten gefunden zu haben und diesen bereits mit psychologischer Hilfe entgegenzuwirken, bevor Probleme auftreten.

Foto: Tetiana Ivanova – stock.adobe.com

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