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Wissenschaft und Forschung 06.03.2020

Parodontitis: Membran zur Geweberegeneration entwickelt

Parodontitis: Membran zur Geweberegeneration entwickelt

Forschern ist es gelungen, die Regeneration von Zahnfleisch und Knochen durch Entwicklung einer neuartigen Membran deutlich voranzutreiben. Zukünftige Therapien von Parodontitis könnten damit vielversprechendere Ergebnisse liefern.

Die gegenwärtig gängige Therapieform der geführten Geweberegeneration liefert noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Unter anderem, weil die Membranen keine direkte Regeneration des Zahnfleisches sowie eine verlängerte Arzneimittelabgabe unterstützen. Zudem behindert die Entfernung dieser den Heilungsprozess. Biologisch abbaubare Membranen haben sich hingegen bisher als ungeeignet erwiesen.

All diese Hürden überwindet die von den Wissenschaftlern der UCLA School of Dentistry vorgestellte Nanofasermembran aus Poly-ε-Caprolacton (PCL). Diese beschichteten sie mit Polydopamin, einem synthetischen Polymer, damit sie an feuchten Oberflächen haften bleibt. Hierfür nutzten sie den Prozess des Elektrospinnens. Mithilfe von Metallgitterschablonen verbesserten sie zudem die Oberflächenstruktur und erzeugten eine mullähnliche Gewebsstruktur, die eine Lokalisation der Zelladhäsion ermöglicht.

Die Forscher implantierten die beschichtete Membran im Zahnfleisch von Ratten. Innerhalb von acht Wochen erfolgte eine signifikante Regeneration des Knochens und Gewebes. Zudem trage sie dazu bei, eine unterstützende Medikation zu verlängern. Zum Ende des Beobachtungszeitraums hatte sich die Membran absorbiert.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler in ihren Untersuchungen Wachstumsfaktoren einbeziehen und an der Protektion gegen Infektionen arbeiten.

Die Studie ist im Fachjournal ACS Nano veröffentlicht worden.

Foto Teaserbild: Alexandr Mitiuc – stock.adobe.com

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