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Wissenschaft und Forschung 19.11.2019

Ran an die Wurzel: Welche Feile wirklich die Risiken minimiert

Ran an die Wurzel: Welche Feile wirklich die Risiken minimiert

Die Erfolgsquoten von Wurzelkanalbehandlungen liegen je nach Ausgangsbefund zwischen 70 und 90 Prozent. Südkoreanische Wissenschaftler konnten nun nachweisen, dass durch Anpassung der Wurzelkanalinstrumente noch bessere Ergebnisse möglich sind.

Mit der Einführung von Nickel-Titan-(NiTi-)Feilen hat sich in der Endodontie vieles getan. Dank der größeren Flexibilität und Kontrolle der Instrumente sind iatrogene Komplikationen deutlich zurückgegangen. Dennoch stoßen Endodontologen auch mit diesen Feilen – beispielsweise durch Ermüdungsprobleme oder Feilenbruch – an ihre Grenzen.

An dieser Stelle setzt die aktuelle Studie des Forscherteams der Universität Busan, Südkorea, an. Die Wissenschaftler testeten drei verschiedene Arten von Instrumenten an Acrylblöcken, den klassischen Endo-Trainingseinheiten. Ein Endodontologe führte insgesamt 45 Tests (15 je Instrument) an einer s-förmigen Wurzel mit einer Länge von 16 Millimetern durch. Er behandelte ein Drittel der Blöcke mit kontinuierlich rotierenden NiTi-Feilen, dann mit einem adaptiven Rotationssystem sowie mit einer verdrehten Feile (Twisted File), die sich ebenfalls adaptiv bewegte.

Sie fanden heraus, dass mithilfe der gedrehten Feile ein geringeres Drehmoment erzeugt werden konnte, ohne dabei die Vorbereitungsphase zu verlängern. Sie kommen zu dem Schluss, dass das Drehmoment eher von der Querschnittfläche als von der Bewegungsart beeinflusst wird. Somit sei die Kombination aus geringer Querschnittfläche der Feilen und adaptiver Bewegung, ihrer Meinung nach, die beste Voraussetzung, um Risiken für Wurzel und Zahn zu verringern.

Die Studie wurde im Journal of Endodontics veröffentlicht.

Foto: Alexandr Mitiuc – stock.adobe.com

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