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Wissenschaft und Forschung 22.01.2019

Wurzelbehandlung: Regeneration dank antibakteriellem Gel

Wurzelbehandlung: Regeneration dank antibakteriellem Gel

Die Zahnregeneration ist insbesondere in der Endodontie seit Längerem von großem Interesse. Eine aktuelle Studie stellt eine Gelfüllung für die Wurzelkanalbehandlung vor, die mithilfe von Antibiotika vielversprechende Effekte zeigt.

Gegenwärtige Forschungen der regenerativen Endodontie zielen darauf ab, alternative Behandlungskonzepte, die eine erfolgreiche Geweberegeneration und Revaskularisierung des Wurzelkanals ermöglichen, auf den Weg zu bringen. Ein großer Schritt scheint nun Wissenschaftlern der Kyung Hee University, Südkorea, und der University of Alabama at Birmingham, USA, gelungen.

Sie entwickelten eine biologisch abbaubare Gelfüllung, die sowohl die Regeneration der Pulpa als auch den Heilungsprozess des Gewebes ankurbelt. Das in den behandelten Wurzelkanal einzubringende Gel besteht aus amphiphilen Peptiden, die sich in eine Gel-ähnliche Struktur versetzen können. Über Polymerisation wurden Stickoxide zugesetzt und die Antibiotika Ciprofloxacin und Metronidazol im Gel verkapselt. In einer Pilotstudie testete das Team die Wirkung der Gelfüllung an Hunden.

Foto: © 2018 Moon et al.

Die Forscher fanden heraus, dass das Gel zur Revaskularisierung der Zähne beiträgt und die Reifung der Wurzelkanäle fördert. Das freigesetzte Stickstoffoxid wirkt antibakteriell, die Antibiotika lokal und damit gezielt auf bestimmte Bakterien. Letztgenanntes ist insbesondere im Hinblick auf die steigende Zahl von Antibiotikaresistenzen von großer Bedeutung.

Bevor das Gel Einzug in die Endodontie halten kann, sind jedoch breit angelegte Untersuchungen mit Menschen erforderlich.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

Foto: sinhyu – stock.adobe.com
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