Wissenschaft und Forschung 06.09.2021

Zahnputzgewohnheiten von Kindern abhängig von Psyche der Mutter

Zahnputzgewohnheiten von Kindern abhängig von Psyche der Mutter

Foto: dglimages – stock.adobe.com

Studie zeigt: Eltern spielen eine wichtige Rolle dabei, ihren Kindern gute Zahnpflegegewohnheiten zu vermitteln.

In Japan gibt es eine besorgniserregend hohe Fallzahl von ECC bei Kindern im Alter von 3 Jahren. Laut der von Forschern der Tohoku-Universität durchgeführten Studie könnte das psychische Wohlbefinden der Mutter eine entscheidende Rolle bei den Zahnputzgewohnheiten des Kindes spielen. Denn postpartale Depressionen und/oder mangelnde Zuneigung aufgrund von Bindungsstörungen beeinträchtigen die Fähigkeit der Mütter, ihren Kindern eine gesunde Zahnpflege zu vermitteln. Diesen Zusammenhang galt es in der Studie zu untersuchen. 

Dr. Shinobu Tsuchiya vom Tohoku University Hospital leitete dazu eine Forschungsgruppe, die etwa 80.000 japanische Mutter-Kind-Paare analysierte. Sie fanden heraus, dass Kinder, deren Mütter unter postpartalen Depressionen oder Bindungsstörungen litten, seltener ihre Zähne putzten. Ebenso nahm die Häufigkeit des Zähneputzens zu, wenn die Mütter eine starke Zuneigung zu ihren Kindern zeigten.

Mutter-Kind-Bindung in ärztliche Anamnese einfließen lassen

Die Forschergruppe hofft, dass ihre Ergebnisse zu einer besseren psychischen Unterstützung und Betreuung von Müttern beitragen und dass Ärzte diese Faktoren bei der Beurteilung der Mundgesundheit von Kindern berücksichtigen werden. „Das psychische Wohlbefinden der Mutter liefert wertvolle Informationen für die Identifizierung von Kindern mit einem hohen Risiko für ECC“, so Tsuchiya. In künftigen Studien wollen Tsuchiya und ihr Team weitere Umwelteinflüsse auf eine schlechte Mundgesundheit untersuchen.

Quelle: sciencedaily.com

Mehr News aus Wissenschaft und Forschung

ePaper