Branchenmeldungen 09.07.2021

Die Top 5 der schlechten Mundgewohnheiten von Babys

Die Top 5 der schlechten Mundgewohnheiten von Babys

Foto: FotoAndalucia – stock.adobe.com

Der Mund ist das erste Instrument, mit dem Babys die Welt wahrnehmen und erkunden. In der sogenannten „oralen Phase“ nach Sigmund Freud werden die oralen Bedürfnisse von Babys beispielsweise durch Stillen und anderweitiges Saugen befriedigt. Ist dieses Selbstberuhigungsverhalten zwar zunächst natürlich, so kann es problematisch werden, wenn es zur Gewohnheit wird. Eine Umfrage von DentaVox, bei der mehr als 5.000 Eltern weltweit ihre persönlichen Erfahrungen mitteilten, hat nun die Top 5 der oralen Gewohnheiten von Babys ermittelt, die zu späteren Problemen wie Zahnfehlstellungen, Karies oder Zahnverlust im frühen Alter führen können.

70 % der Befragten stuften das Daumen-/Fingerlutschen als den Top-Faktor ein, der zu späteren Zahnproblemen führen kann. So kann das ständige Lutschen die Entwicklung der Bissposition beeinflussen und infolge das Tragen einer Zahnspange notwendig machen. Zudem können dadurch gesundheitsschädliche Keime von den Händen in den Mund gelangen. An zweiter Stelle steht mit 64 % das Schnullersaugen – eine Angewohnheit, deren Abschaffung in der Regel nicht nur bei den Kleinen, sondern bei allen Familienmitgliedern zu Nervenzusammenbrüchen und schlaflosen Nächten führt. Es soll Eltern geben, die sich nach einem 20-minütigen Wutanfall ihres Kindes so hilflos gefühlt haben, dass sie den Schnuller als beruhigende Geheimwaffe einsetzten. Obgleich dies in den meisten Fällen kurzfristige Abhilfe schafft, wird es so für beide Parteien schwieriger, die schlechte Angewohnheit auf Dauer abzulegen. Empfohlen wird, die Schnullerentwöhnung zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr durchzuführen. Wird der Schnuller jedoch in einem Stadium weggenommen, in dem der Drang des Babys, zu saugen noch stark ausgeprägt ist, wird es möglicherweise auf etwas „Härteres“ umsteigen – den Daumen zum Beispiel. Den dritten Platz belegt mit 52 % das Zähneknirschen (Bruxismus). Experten zufolge können Babys aufgrund von Schmerzen beim Zahnen anfangen zu knirschen. Dies kommt bei jüngeren Kindern recht häufig vor und verschwindet in der Regel im Teenageralter. Ältere knirschende Kinder sollten jedoch beobachtet werden, um Schäden an ihren bleibenden Zähnen zu vermeiden. Auf dem vierten Platz der unrühmlichsten Mundgewohnheiten von Babys, die zu späteren Zahnproblemen führen können, ist das Einschlafen mit der Milchflasche im Mund (36 %). Die nächtliche Flasche ist nicht nur schädlich für die Milchzähne, sondern sie kann auch zu Schlafproblemen führen. Laut Schlafexperten sollten Eltern es vermeiden, ihre Babys mit der Flasche ins Kinderbettchen zu legen. Dadurch schaffen sie unwissentlich eine „Flaschengewohnheit“ und das Baby weiß nicht mehr, wie es ohne Flasche schlafen soll. Eltern können die Milchflasche natürlich in die Einschlafroutine einbeziehen, aber bestenfalls einen Schritt früher – vor der Gute-Nacht-Geschichte zum Beispiel. An fünfter Stelle steht mit 28 % das Zungenstoßen: Einige Arten von Flaschensaugaufsätzen und Schnullern sowie das längere Geben des Fläschchens können zu einem abnormalen Zungenstoßreflex führen, der über das Säuglingsstadium hinaus bis in die frühe Kindheit andauert.

Darüber hinaus glauben 53 % der Befragten, dass die schlechten Mundgewohnheiten von Babys nichts mit der Fütterungsmethode zu tun haben. 42 % sind indes der Meinung, dass die Fütterung mittels Fläschchen im Vergleich zum Stillen ein erhöhtes Risiko birgt, zu schlechten oralen Gewohnheiten von Babys zu führen. Allerdings gaben 54 % der Befragten auch zu, im Allgemeinen nur wenig über orale Gewohnheiten von Babys zu wissen, und lediglich 23 % behaupteten, sich sehr gut mit dem Thema auszukennen. Dieser hohe Prozentsatz an Unwissenheit zum Umfrage-Thema – insbesondere bei jungen Eltern – ist laut DentaVox Grund zur Sorge, da dies die Mundgesundheit der Kinder ebenfalls negativ beeinfluss kann.

Quelle: DentaVox

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