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Wissenschaft und Forschung 10.08.2018

Zahnspange mit Sensor kontrolliert tägliche Salzaufnahme

Zahnspange mit Sensor kontrolliert tägliche Salzaufnahme

Weltweit nehmen Menschen zu viel Salz zu sich und setzen sich damit Gefahren wie Hypertonie oder Herzinsuffizienz aus. Forscher haben einen Sensor entwickelt, der – im Mund platziert – die Natriumchloridwerte trackt und übermittelt.

Mehrere Studien legten in der Vergangenheit offen, dass weltweit mehr Salz gegessen wird als es gesund ist. Asiaten gehen in ihren Speisen am großzügigsten mit Salz um. Aber auch in Deutschland wird die von der WHO empfohlene Tagesmenge von fünf Gramm deutlich überschritten. Wie die Verbraucherzentrale berichtet, nehmen drei Viertel der Männer und 70 Prozent der Frauen zu viel Natriumchlorid zu sich. Deutlich wurde in den Studien zudem: Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, in welchen Lebensmitteln Salz versteckt ist.

Dieses Problem könnte die neue Entwicklung des Georgia Institute of Technology zukünftig bewältigen. Das Forscherteam hat einen Sensor entwickelt, der die Zufuhr von Kochsalz misst. Im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences wurde die Studie veröffentlicht, die die Auswertung zu den ersten drei Probanden beinhaltet.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird der Sensor wie eine Zahnspange getragen und durch eine Batterie mit Strom versorgt. Geplant ist jedoch, das Gerät induktiv zu versorgen sowie die Größe weiter zu minimieren, um es in einem Zahn unterzubringen. Die Daten werden via Bluetooth an Tablets oder Smartphones übermittelt. Die Überwachung der Salzaufnahme erfolgt in Echtzeit, sodass der Benutzer eine direkte Rückmeldung und Kontrollinstanz hat. Auf diese Weise ließen sich „Salzfallen“ vermeiden und Essgewohnheiten umstellen.

Foto: Rob Felt, Georgia Tech
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