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Wissenschaft und Forschung 30.09.2019

Schwangerschaft: Zugabe von Vitamin D stärkt Kinderzähne

Schwangerschaft: Zugabe von Vitamin D stärkt Kinderzähne

Einer aktuellen Studie zufolge sind bisherige Empfehlungen zur Vitamin-D-Aufnahme in der Schwangerschaft deutlich zu niedrig angesetzt. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich mit einer höheren Dosierung Schmelzdefekte bei Kindern vorbeugen lassen.

Die Ursachen gehäuft auftretender Zahnschmelzdefekte im Milch- und Sekundärgebiss von Kindern sind noch immer nicht geklärt. Theorien gibt es zwar viele, aber fundierte Belege blieben bisher aus. Die Konsequenz: Das Thema Prävention befindet sich bis dato eher auf einem Testlevel.

Mit den Ergebnissen einer dänischen Studie könnte sich das nun ändern. Forscher der Universität Kopenhagen untersuchten in einer Doppelblindstudie, an der 623 schwangere Frauen teilnahmen, wie sich eine erhöhte Zugabe von Vitamin D während der Schwangerschaft auf die spätere Zahngesundheit der Kinder auswirkt – mit positivem Ergebnis.

Die Frauen wurden hierfür randomisiert in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe sollte ab der 24. Schwangerschaftswoche neben der täglich empfohlenen Menge von 400 Einheiten Vitamin D zusätzlich 2.400 Einheiten einnehmen. Die zweite Gruppe erhielt ebenfalls zwei Tabletten: 400 Einheiten Vitamin D und ein Placebo.

Sechs Jahre später wurden die Kinder der Frauen zahnärztlich untersucht. Wie die Frauen hatten auch die Zahnärzte keine Kenntnis darüber, wer Placebos oder Nahrungsergänzungsmittel erhalten hatte. Die Forscher stellten fest, dass mit einer erhöhten Vitamin-D-Dosierung eine um knapp 50 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit von Schmelzdefekten einherging.

Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im Fachmagazin JAMA Pediatrics veröffentlicht.

Foto. nd3000 – stock.adobe.com

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