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Abrechnung 03.12.2013

Achtung Verjährungsfalle – Rechnungen 2010 prüfen

Achtung Verjährungsfalle – Rechnungen 2010 prüfen

Praxen und Labore droht Zahlungsausfall

Das Jahresende naht, und mit ihm droht das Aus für viele Forderungen von Praxen und Laboren gegenüber säumigen Privat- oder Selbstzahlerpatienten. Denn Ansprüche können grundsätzlich nur drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden. Das bedeutet: Offene Rechnungen aus dem Jahr 2010 drohen zu verfallen; Mediziner und Labore riskieren, auf ihren Forderungen sitzen zu bleiben. Das können sie vermeiden, indem sie ihre Buchhaltung umgehend auf offene Rechnungen aus dem Jahr 2010 hin überprüfen und diese noch 2013 ins Inkasso geben.

Helmut Schlotmann, Geschäftsführer von Medizininkasso, der Fach-Inkassostelle für Medizinberufe und Kliniken erläutert den Grund: „Vom 1. Januar 2014 an können Patienten bei unbezahlten 2010er-Rechnungen die Einrede der Verjährung vorbringen.“ Das Fach-Inkassobüro mit Sitz in Offenbach unterstützt Praxen seit vielen Jahren, der Verjährungsfalle zu entgehen. Etwa, in dem Teilzahlungen erwirkt, Klage erhoben oder das gerichtliche Mahnverfahren gegen den Schuldner eingeleitet wird. Diese Möglichkeiten stoppen die Verjährung. 

Effizientes Mahnwesen beugt Zahlungsausfall vor

Der Blick in die Buchhaltung bringt vermutlich auch die ein oder andere unbezahlte Patientenrechnung jüngeren Datums zutage. Generell können offene Liquidationen, die älter sind als 90 Tage, als zweifelhaft eingestuft werden. Darunter fallen Rechnungen sowohl aus den Jahren 2011 und 2012 als auch aus den ersten drei Quartalen 2013. Sicherheitshalber sollte ein Inkassoverfahren eingeleitet werden.

„Die Durchschnittsrechnung, mit der wir beauftragt werden, liegt bei 350 Euro“, berichtet Helmut Schlotmann aus seinem Alltag. In der Regel kann ein Großteil der Forderungen zu Gunsten der Praxis realisiert werden. Die Kosten für das Inkassoverfahren hängen von der Erfolgsquote ab: Je höher die Quote, desto niedriger die Kosten, in die auch die Gebühren für Gericht und Gerichtsvollzieher einfließen. Um den finanziellen Aufwand für ein Verfahren möglichst niedrig zu halten und Zahlungsausfällen vorzubeugen, „versuchen wir unsere Kunden dazu zu bewegen, ihre Buchhaltung zu optimieren, das Mahnwesen zu straffen und uns nach 90 bis 100 Tagen zu beauftragen“, so Schlotmann.  

Zum durchorganisierten Mahnwesen gehört, Rechnungen grundsätzlich direkt nach Ende der Behandlung zu stellen und nicht – wie oftmals üblich – erst am Quartalsende. Ein Standardhinweis auf § 286 III BGB, § 12 der ärztlichen Gebührenordnung oder § 10 der zahnärztlichen Gebührenordnung unterstreicht, dass die Praxis eine zügige Bezahlung erwartet. „Solche Hinweise führen fast automatisch zu schnelleren Zahlungseingängen bei spürbar weniger Arbeitsaufwand für das Praxispersonal“, ist Schlotmann überzeugt. Nach etwa acht Wochen sollte das Geld auf dem Praxiskonto sein. Säumige Patienten bekommen spätestens nach 30 Tagen die erste Mahnung. Mit ihr tritt Zahlungsverzug ein, die Voraussetzung für ein Inkassoverfahren ist erfüllt.

Mehr Information erhalten Sie bei Medizininkasso Schlotmann & Sterz GmbH, Fach – Inkassostelle für Medizinberufe und Kliniken, info@medizininkasso.de

Foto: © Black Jack - Fotolia.com
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