Businessnews 26.01.2024
65 Jahre Familienunternehmen mit Mut zur Veränderung
Die Feinmechaniker Jean Weber und Hugo Hampel gründeten 1890 das W&H Dentalwerk. Seit der Gründung schreibt W&H Pioniergeschichte. Erfindungen wie das erste Druckknopfspannsystem für Turbinen, die 360 Grad-Drehkupplung „Roto Quick“ und das weltweit erste Reinigungs- und Ölpflegegerät – die „Assistina“ – machen den Erfolg des Unternehmens sichtbar. Heute ist die internationale Unternehmensgruppe in über 130 Ländern vertreten und aus der Dentalbranche nicht mehr wegzudenken.
Generationswechsel: Klappe, die Erste!
Seit 65 Jahren befindet sich W&H in Familienbesitz. Peter Malata Senior wird 1946 von den Alliierten als Verwalter des Unternehmens eingesetzt, 1958 erwerben er und seine Frau Hilde Malata das Dentalwerk Bürmoos. 1996 übernimmt Peter Malata junior, der heutige Eigentümer, den Betrieb: „Meine Eltern haben mich zweimal gefragt, ob ich das wirklich machen will. Nachdem ich zweimal ‚Ja‘ gesagt habe, war es klar.“ Mit Peter Malata kommt frischer Wind ins Unternehmen. W&H wird zu einer schlagkräftigen und zukunftsweisenden Teamorganisation umgebaut, die flexibel auf Kundenbedürfnisse reagiert: „Meine Idee war, dass kleine, eigenverantwortliche Gruppen effizienter, schneller und besser arbeiten als ein Unternehmen, das vom großen Leitstand aus – über viele hierarchische Entscheidungsebenen hinweg – geführt wird.“
Generationswechsel: Klappe, die Zweite?
Gemeinsam mit Daniela Malata leitet Peter Malata die heutige W&H Gruppe mit über 1.300 Mitarbeiter:innen, vier Produktionsstandorten in Europa und 28 Vertriebsunternehmen weltweit: „Meine Frau ist seit 2012 mit dabei. Man braucht in einem Familienunternehmen auch die weibliche Seite. Ein Unternehmen wird von Menschen geführt und gestaltet.“ Helene (20 Jahre) und Viola (15 Jahre), ihre beiden Töchter, zeigen schon jetzt Interesse am Familienunternehmen. Helene Malata absolviert aktuell ein Traineeprogramm bei W&H in den Bereichen Marketing, Human Resources und Finance und schnuppert erste Unternehmensluft. Aufzwängen möchten Daniela und Peter Malata ihnen die Firmenübernahme aber nicht. „Wir versuchen unseren Töchtern vorzuleben, was Unternehmertum bedeutet. Wir würden uns freuen, wenn sie Teil des Unternehmens werden wollen – stellen es ihnen aber frei“, so Daniela Malata. „Wir möchten unser Unternehmen in die nächsten Generationen bringen und dabei wollen wir etwas weitergeben“, ergänzt Peter Malata.
Es bleibt folglich spannend – die richtigen Weichen in puncto Zukunft sind bereits gestellt.
Dieser Beitrag ist in der DENTALZEITUNG extra erschienen.
Quelle: W&H