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Businessnews 16.08.2011

Straumann stärkt Marktposition

Straumann stärkt Marktposition

Der Schweizer Dentalimplantatehersteller Straumann mit Sitz in Basel hat im ersten Halbjahr 2011 in Lokalwährung ein leichtes Umsatzplus erzielt.

Die Straumann-Gruppe meldete am 16. August ein organisches Umsatzwachstum von 5% in Lokalwährungen (LW) mit einem Nettoumsatz von CHF 367 Mio. für das erste Halbjahr 2011. Das Wachstum im zweiten Quartal beschleunigte sich leicht auf über 5% (in LW); verantwortlich hierfür waren höhere Verkaufsvolumen bei Implantaten und Scanner-Ausrüstungen. Die fortgesetzte Stärkung des Schweizer Frankens gegenüber den wichtigsten Fremdwährungen verschärfte den beispiellosen negativen Währungseffekt und schmälerte das Umsatzwachstum um CHF 42 Mio. resp. 11 Prozentpunkte. Der Nettoumsatz in Schweizer Franken sank somit im ersten Halbjahr um 6%.
 
Angesichts der tragischen Ereignisse in Japan deutete Straumann Ende April an, die immateriellen Vermögenswerte des im Jahr 2007 übernommenen japanischen Distributors auf ihre Werthaltigkeit hin zu überprüfen. Die Gruppe beurteilt Japans Marktaussichten für die kommenden fünf bis zehn Jahre zurückhaltend und geht von einer vollständigen Wertminderung der entsprechenden Vermögenswerte aus. Deshalb erfasste sie in ihrer Halbjahresrechnung einen Wertminderungsaufwand in Höhe von CHF 40 Mio.. Ohne diese Abschreibung lag der Betriebsgewinn (EBIT) im ersten Halbjahr währungsbereinigt leicht über dem Vergleichswert von 2010 und entsprach somit den Erwartungen der Gruppe hinsichtlich des Ergebnisses. Der Reingewinn im Berichtszeitraum belief sich ohne die Wertminderung auf CHF 65 Mio., was CHF 6 Mio. über dem währungsbereinigten Vorjahreswert liegt. Die bereinigte Marge stieg so um einen Prozentpunkt auf 18%, wurde jedoch durch den Wertminderungsaufwand in Japan auf 11% reduziert.
 
In ihrem Ausblick für das Gesamtjahr erwartet die Gruppe weiterhin, den Markt erneut zu übertreffen. Während die operative Leistung auf Kurs ist, geraten die Margen angesichts der zunehmenden Stärke des Schweizer Frankens verstärkt unter Druck. Das Unternehmen geht davon aus, dass die operative Marge unter Ausschluss der Wertminderung schliesslich im hohen Zehnprozentbereich liegen dürfte.
 
Beat Spalinger, President & CEO von Straumann, erläuterte: „Dank einer soliden Performance und einer leichten Wachstumsbeschleunigung im zweiten Quartal übertraf Straumann einmal mehr den Markt. Gleichzeitig führten wir weitere Produktneuheiten und Lösungen ein – insbesondere in der digitalen Zahnmedizin; aber auch in der oralen Geweberegeneration und bei Implantaten. Zudem investierten wir in digitale Technologien, welche die Zukunft der Zahnmedizin beeinflussen werden. Ein Beispiel hierfür ist die kürzlich erworbene Minderheitsbeteiligung an Dental Wings. Diese Initiativen werden uns helfen, auch in Zukunft stärker als der Markt zu wachsen. Weitere Fortschritte auf operativer Seite erlaubten es uns, zusätzliche wachstumsfördernde Investitionen in den Vertrieb, das Marketing und in Innovationen zu tätigen. Die erzielten betrieblichen Verbesserungen werden indes durch die Wertminderung und die negativen Währungseffekte geschmälert, die zusammengenommen über CHF 80 Mio. ausmachten.“
 
 Ausblick

Aufgrund der derzeitigen makroökonomischen Unsicherheiten schätzt Straumann, dass sich die Erholung der Konjunktur in ihren wichtigsten Märkten verlangsamen wird. Deshalb erwartet die Gruppe, dass der Markt im gesamten Jahresverlauf im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird – leicht unter der bisherigen Prognose eines mittleren einstelligen Wachstums.
 
Aufgrund ihrer klinisch bewährten Produkte, ihrer organisatorischen Stärke, ihrer differenzierten Dienstleistungen, der Produkteinführungen im Jahr 2010 sowie der Investitionen in das Vertriebspersonal ist die Gruppe überzeugt, dass sie für das Gesamtjahr erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen kann.
 
Im zweiten Quartal verloren die wichtigsten Geschäftswährungen von Straumann, der Euro und der US-Dollar, gegenüber dem Schweizer Franken weiter an Boden. Im Juli setzten sie ihren unvorhersehbaren Abwärtstrend fort und erreichten historische Tiefststände. Dies erhöht den Druck auf den Gewinn zusätzlich. Obwohl das ordentliche operative Ergebnis der Gruppe dem im April prognostizierten Wert voll und ganz entspricht, ist es unwahrscheinlich, dass sich der zunehmend negative Währungseffekt ausgleichen lässt. Unter Berücksichtigung der erwähnten Wachstumsschätzung und weiterer Währungseinflüsse dürfte die operative Marge am Ende des Geschäftsjahres ohne die Wertminderung im Zusammenhang mit Japan im hohen Zehnprozentbereich liegen.

Quelle: Straumann

Foto: © Shutterstock.com
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