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Patienten 18.04.2017

Notfall: Kreislaufstillstand in der Zahnarztpraxis

Der plötzliche Kreislaufstillstand stellt eine der häufigsten Todesursachen in Europa dar. Je nachdem, wie der plötzliche Kreislaufstillstand definiert wird, betrifft er zwischen 350.000 und 700.000 Menschen pro Jahr. Mit unverzüglich eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen hat das Praxisteam die Chance, die Überlebensrate des Patienten zu verdoppeln oder sogar zu vervierfachen. Tobias Wilkomsfeld, Dozent für Notfallmedizin, erklärt im folgenden Beitrag, welche Schritte zur Ersten Hilfe im Falle eines Kreislaufstillstandes gehören.

Um einen Notfallpatienten bestmöglich zu versorgen, kommt es darauf an, den Kreislaufstillstand schnell zu erkennen, um zügig den Rettungsdienst zu rufen und die Reanimation einzuleiten. Als Leitsymptome sind die fehlende Re­aktion und die nicht normale Atmung zu nennen.



Erkennen der Situation

Doch wie reagiert man richtig auf die­sen Notfall? Zunächst muss geprüft werden, ob der Patient bei Bewusst­sein ist. Rütteln Sie ihn hierzu leicht an den Schultern und setzen Sie einen Schmerzreiz durch Reiben der Fingerknöchel auf dem Brustbein aus. Ma­chen Sie die Atemwege frei. Über­strecken Sie den Kopf des Patienten und kontrollieren Sie durch Sehen, Hören und Fühlen die Atmung. Dieser Vor­­­gang sollte nicht länger als zehn Se­kunden dauern.

Notruf auslösen

Ein Notruf über die 112 muss in je­dem Falle abgesetzt werden. Im Zwei­fel gilt: Lieber einmal zu oft an­rufen. Infor­mieren Sie daher mög­lichst zeitgleich weitere Praxismitarbeiter über den Notfall, damit Arzt und Not­fallausstattung schnellstmöglich beim Patienten eintreffen. Sollten Sie Zweifel haben, ob eine normale Atmung vorliegt, beginnen Sie mit der kardiopulmonalen Reanimation (CPR). Da der Untergrund möglichst hart sein sollte, muss der Patient für die Herzdruckmassage vom Behandlungsstuhl auf den Boden gehoben werden.

Herzdruckmassage

Bevor Sie mit der eigentlichen Herzdruckmassage beginnen, entkleiden Sie den Oberkörper des Patienten und legen beide Hände übereinander auf das untere Drittel des Brustbeins. Mit gestreckten Armen üben Sie nun mit den Handballen 100 bis 120 Mal pro Minute kräftigen Druck aus: Der Brustkorb sollte jedes Mal etwa fünf bis sechs Zentimeter hinabgedrückt werden. Ein geübter Helfer sollte die Herzdruckmassage nach 30 Kompressionen für zwei Beatmungen unterbre­chen. Es folgen 30 Kompressionen und wieder zwei Beatmungen. Im Idealfall übernimmt ein Helfer die Herzdruckmassage, ein anderer die Beatmung. Um die Wirksamkeit der Thoraxkompressionen kontinuierlich hoch zu halten, sollte nach zwei Mi­nuten einHelferwechsel statt­finden.

Einsatz: Defibrillator

Die Beatmung kann durch einen Be­atmungsbeutel maximal effizient gestal­tet werden. Hierzu wird der Beutel direkt mit einer Leitung und dem Druckmin­-derer der Sauerstofflasche verbunden und der Flow auf 12–15 l/min einge­-stellt. Verfügt die Praxis über einen De­fibrillator (AED), sollte dieser von einem weiteren Mitarbeiter geholt und an­geschlossen werden. Die Herzdruckmassage unterbrechen Sie nur auf Anweisung des Gerätes, denn dieses erkennt auch, ob ein Kammerflimmern vorliegt und einen elektrischen Impuls notwendig macht. Desweiteren leitet der AED den Reanimierenden Schritt für Schritt an. Dadurch kann eine Re­animation und die damit verbundene Stresssituation deutlich erleichtert werden. (Weitere Informationen hierzu folgen in der nächsten Ausgabe der ZWP). Alle Maßnahmen müssen so lange ausgeführt werden, bis der Rettungsdienst übernehmen kann oder der Patient wieder selbststän­dig reagiert und atmet.

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