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Praxismanagement 25.02.2015

Fünf goldene Regeln für das Miteinander in der Zahnarztpraxis

Stefan Häseli
E-Mail:
Fünf goldene Regeln für das Miteinander in der Zahnarztpraxis

Teamarbeit ist in der Zahnarztpraxis von entscheidender Bedeutung. Nicht nur unmittelbar am Behandlungsstuhl, wenn Zahnarzt und Helferin zusammenarbeiten, sondern auch generell im Umgang mit dem Patienten sowie im Back-Office. Ob es nun darum geht, Patiententermine zu koordinieren, Bestellungen zu tätigen, Lösungen zu finden, Ziele zu erreichen, Kompetenzen zu bündeln – das Praxisteam wird immer nur so gut sein, wie die eingebundenen Mitarbeiter und deren Identifikation mit der Gruppe.

Dabei spielt die interne Kommunikation, also die Verständigung der einzelnen Gruppenmitglieder untereinander eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Erfolg bzw. Misserfolg des Gesamtteams. Andererseits kann ein ausgeprägtes „Wir“-Gefühl verhindern, dass neue Mitarbeiter akzeptiert werden und überhaupt die Chance erhalten, sich ins Team zu integrieren.

Ein Team ist keine statische Einheit. Es lebt aus der Kombination unterschiedlicher, sich ergänzender Mitglieder. Häufig zur Erreichung eines bestimmten Ziels gebildet, sind solche Arbeitsgruppen nicht automatisch auf Dauer angelegt, sondern werden entsprechend den Belangen der Praxis und Notwendigkeiten immer wieder neu gestaltet. Damit ein neu zusammengestelltes Team erfolgreich aktiv werden kann, sollten folgende fünf goldene Regeln beachtet werden:

1. Klare Zielsetzung

Die Zusammenführung verschiedener Fachkompetenzen erfordert Sensibilität. Bereits mit einer klar formulierten Zielsetzung sowohl hinsichtlich des erwarteten Ergebnisses als auch der Zusammenarbeit untereinander wird die Basis für eine aktive Teamkultur geschaffen.

2. Gemeinsame Werte und Kultur

Ein gutes Team entwickelt sich individuell. Es geht nicht darum, die Kultur eines vorherigen Teams zu werten oder zu übernehmen. Entscheidend ist, dass eine neue Art des Zusammenwirkens definiert und ein gemeinsames Verständnis für die neue Situation geschaffen wird. Übereinstimmende Wertvorstellungen, Grundsätze und Denkweisen beeinflussen und prägen das Verhalten innerhalb des Systems.

3. Loyale Zusammenarbeit

Indem jeder einzelne Teambeteiligte bereit ist, seine Loyalität in die neue Organisation einzubringen, kann ein neues Bewusstsein geschaffen und auch gelebt werden. Diese Motivation und das innere Engagement muss ständig gepflegt werden. Erst dadurch wird eine Identifikation mit der Gruppe möglich.

4. Offene Kommunikation

Entscheidend für den Teamerfolg ist eine offene Kommunikation. Wir reden miteinander! Das heißt, dass Ursachen ebenso miteinander geklärt wie Lösungsvorschläge gemeinsam gefunden werden. Sachliche Informationen über Hintergründe sind unerlässlich, um auch Emotionen richtig einordnen und verstehen zu können.

5. Wertschätzender Umgang mit Konflikten

Trotzdem werden Konflikte nicht ausbleiben, die aus unterschiedlichen Zielvorstellungen der Beteiligten resultieren. Diese gilt es zu erkennen und zu analysieren. Da ein Konflikt nur selten ein plötzliches Ereignis ist, können durch Aufmerksamkeit und rechtzeitiges Feedback in den meisten Fällen eine Eskalation und schwerwiegende negative Auswirkungen vermieden werden.

Foto: © Stock Up - Shutterstock
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