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Praxismanagement 22.08.2013

Wie investiere ich nachhaltig in ein DVT?

Wie investiere ich nachhaltig in ein DVT?

Trotz breiter Akzeptanz der Technologie in der Zahnärzteschaft schieben viele Praxisinhaber eine Investitionsentscheidung gerne auf die lange Bank, weil sie nicht einschätzen können, ob sich ein DVT für ihre Praxis wirklich rechnet oder nicht. Steuerberater Professor Bischoff zeigt, wie sich schnell ausrechnen lässt, unter welchen Voraussetzungen eine Investition wirtschaftlich sinnvoll sein kann.

Auch auf der diesjährigen IDS zog die digitale Volumentomografie die Zahnärzteschaft wieder in ihren Bann. Die Diagnosemöglichkeiten in der Implantologie und Oralchirurgie sowie in der Funktionsdiagnostik, Endodontie und Parodontologie haben sich weiterentwickelt. Darüber hinaus sind DVT vom Scan über die Behandlungsplanung bis hin zur Bohrschablone und zur gefrästen Suprakonstruktion immer besser in den Praxis-Workflow integriert und tragen zu dessen Optimierung bei.

Welche Kosten entstehen?

Entscheidend für die Höhe des Kaufpreises (beginnend bei knapp 70.000 EUR) für ein neues DVT sind Qualität der Bildauflösung, Bedienkomfort und mögliches Aufnahmevolumen. Dazu kommen einmalige Kosten für die Installation, die Einarbeitung der Praxismitarbeiter und für die notwendige Teilnahme am achtstündigen Spezialkurs zur Erlangung der DVT-Fachkunde. Zusätzlich fallen monatliche Kosten für die Wartung des Gerätes und dessen Einbindung in die EDV der Praxis an.

Die monatlichen Kosten des Gerätes berechnen sich aus der Abschreibung und den Finanzierungskosten. Einfacher wird die Berechnung mit Leasing: Denn die Leasingrate enthält sowohl die Kosten der Geräteabnutzung als auch die Finanzierungskosten. Bei einer Leasing-(Miet-)dauer von 60 Monaten beträgt eine übliche Leasingrate heute etwa 1,9 Prozent der Anschaffungskosten pro Monat.

Welche Honorare sind möglich?

Um zu wissen, ob sich ein DVT rechnet, muss der Zahnarzt nicht nur wissen, was das Gerät kostet, sondern auch, welches Honorar er pro Aufnahme ansetzen kann. Eine Befragung von 17 Anwendern ergab, dass DVT-Aufnahmen sehr unterschiedlich abgerechnet werden. Demnach bewegt sich das Honorar für eine Aufnahme zwischen 130 EUR und 250 EUR. Als realistische Berechnungsgrundlage kann daher 150 EUR zugrunde gelegt werden.

Hier einige Beispielrechnungen für unterschiedliche Fragestellungen:

Neues OPG oder Kombi-Gerät mit DVT?

Ein Zahnarzt benötigt ein neues OPG (Kaufpreis 25.000 EUR) und überlegt, ob er gleich ein Kombigerät mit einem DVT anschaffen soll (Kaufpreis 70.000 EUR). Die Leasingrate für das OPG beträgt 475 EUR im Monat, die für das Kombigerät 1.330 EUR – also monatlich 855 EUR mehr. Legt man nun ein durchschnittliches Honorar von 150 EUR pro DVT-Aufnahme zugrunde, dann müsste der Zahnarzt auf Dauer mindestens acht DVT-Aufnahmen pro Monat erstellen, um diese zusätzlichen Kosten abzudecken (Tab. 1).

In der Feinkalkulation kämen dazu noch Kosten für die Einarbeitung und die Einbindung in den Behandlungsablauf hinzu. Bei durchschnittlich 20 DVT-Aufnahmen pro Monat verbessert sich das Praxisergebnis im Beispiel um 22.000 EUR pro Jahr (Tab. 2).

Ab wann lohnt sich der Einsatz eines zusätzlichen DVT?

Eine implantologische Praxis ist mit neuester OPG-Technik ausgestattet und prüft die zusätzliche Anschaffung eines hochwertigen DVT. Die Leasingrate soll 2.100 EUR pro Monat betragen. Hier sind monatlich mindestens 18 DVT-Aufnahmen notwendig, damit diese Kosten gedeckt sind (Tab. 3).

DVT außerhalb der eigenen Praxis?

Was ist zu tun, wenn die notwendige Zahl an DVT-Aufnahmen, die für die Investition in ein eigenes Gerät nötig wären, in der Praxis nicht erreicht werden kann? Es gibt zunehmend Zentren oder Fach(zahn)ärzte, die anderen Praxen 3-D-Diagnostik ermöglichen. Auch entstehen Gerätegemeinschaften und kleine Genossenschaften, die sich den DVT-Zugang teilen. Dabei zahlt jeder monatlich einen Betrag (z.B. 300 EUR) und kann entsprechend auf das Gerät zugreifen. Wirtschaftlich lohnt sich dieses Modell oft schon für zwei bis drei Aufnahmen pro Monat. Der Nachteil ist natürlich, dass die Aufnahmen außerhalb der eigenen Praxisräume erfolgen. Und Vorsicht: Die Gestaltung einer DVT-Gemeinschaft oder -Genossenschaft gehört in die Hand erfahrener Spezialisten.

Strahlenschutzkurs DVT

Durch den Erwerb der Fachkunde für Strahlenschutz sichern Sie sich die rechtssichere Nutzungsmöglichkeit der DVT-Technik. Der zweiteilige Kurs erfüllt die Anforderungen an die Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz „intraorales Röntgen“ gemäß §18a Absatz 2 der Röntgenverordnung vom 30. April 2003 nach fünf Jahren und ist von der Zahnärztekammer zugelassen.

Anmeldung

www.cranium-diagnostik.de/Kurse oder Telefon 02233 610 888

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