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Recht 22.07.2020

Angestellter oder freiberuflicher Zahnarzt – bei Prüfung irrelevant

Angestellter oder freiberuflicher Zahnarzt – bei Prüfung irrelevant

Wie der Vertragsarztsenat des Bundessozialgerichts (BSG) entschied, spielt es bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung keine Rolle, ob ein Zahnarzt freiberuflich oder in einer Festanstellung tätig ist.

Grundlage für das Urteil war ein konkreter Fall (Aktenzeichen B 6 KA 2/19 R). Eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) hatte geklagt, weil im Zuge der Wirtschaftlichkeitsprüfung für die Quartale 4/2012 bis 4/2013 von der Prüfstelle Honorarkürzungen in Millionenhöhe erfolgten. Zur BAG zählten in diesem Zeitraum ein MKG-Chirurg, aber auch einige Allgemeinzahnärzte, die freiberuflich tätig waren. Die BAG beklagte, dass angestellte Zahnärzte in einem statistischen Kostenvergleich trotz geringerer Auslastung gleichermaßen einflossen.

Das BSG in Kassel urteilte, wie bereits der Vertragsarztsenat ein Jahr zuvor, als es um die Plausibilitätsprüfung in einem MVZ ging. Auch da hieß es, es sei irrelevant, ob ein Zahnarzt fest angestellt oder freiberuflich tätig sei.

In dem aktuellen Fall war zudem aufgefallen, dass die BAG „unnötige“ Behandlungen generiert habe. Ein Teil ihres Geschäftsbereichs war die Versorgung der Bewohner eines Altenheims. Doch wie sich herausstellte, wurden Bewohner mit teilweise zehn Besuchen pro Quartal eindeutig „überversorgt“.

Foto Teaserbild: joyfotoliakid – stock.adobe.com

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