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Recht 29.10.2014

Private Telefonate im Job: Besser erst Chef um Erlaubnis fragen

Private Telefonate im Job: Besser erst Chef um Erlaubnis fragen

Vom Büro aus eine private E-Mail verschicken oder kurz zu Hause anrufen: Längst nicht überall ist das erlaubt. Wer neu in einer Firma ist, erkundigt sich am besten beim Vorgesetzten oder dem Betriebsrat, ob es dazu Regelungen im Unternehmen gibt. Das rät Hans-Georg Meier, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Berlin. In der Regel sei es heute üblich, dass Mitarbeiter die dienstlichen Geräte auch privat gebrauchen dürfen.

Die Nutzung der Geräte des Arbeitgebers zu privaten Zwecken müsse allerdings rücksichtsvoll geschehen, erläuterte Meier. Was rücksichtsvoll ist, legen die Gerichte sehr weit aus: Im Monat zum Beispiel bis zu drei Stunden Inlandsgespräche auf Arbeitgeberkosten zu führen, sei noch kein Grund für eine fristlose Kündigung. Das gilt allerdings mit einer Einschränkung: Der Beschäftigte darf die Gespräche nicht während der Arbeitszeit führen. Wer das macht, obwohl er nicht Pause hat, muss mit Ärger rechnen. Ein Ausnahme ist, wenn das Gespräch nur wenige Minuten dauert.

Quelle: dpa

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia
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