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Statements 10.12.2018

Ultraschalltechnologie von ACTEON: Knochenchirurgie neu gedacht

Georg Isbaner
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Ultraschalltechnologie von ACTEON: Knochenchirurgie neu gedacht

Die Ultraschalltechnologie ermöglicht sichere und präzise, schnelle und schmerzarme Behandlungen durch selektives Schneiden. Worauf basiert die Piezochirurgie, wie lässt sich diese minimalinvasive Arbeitsweise nutzen, welche Vorteile hat deren Anwendung für Zahnarzt und Patient?

Zu den führenden Unternehmen im Bereich der Piezochirurgie gehört das französische Unternehmen ACTEON. Seine Piezotome®-Ultraschallgeneratoren mit patentierter Newtron®-Technologie, Handstück und passgenauen Spitzen generieren zahlreiche klinische Vorteile. So schont der neue Piezotome® Cube das umliegende Weichgewebe, minimiert den Knochenverlust und macht den Eingriff bei voller Leistung weniger invasiv, schmerzfreier und ärmer an Nebenwirkungen, die Heilung schreitet schneller voran und resultiert in einer Knochenverdichtung. Auch der Extraction Kit ist neu auf dem Markt und bietet ein hochwertiges Spitzensortiment mit sechs Ansätzen. Was verbirgt sich hinter den Produkten von ACTEON, wie lassen sich diese im Praxisalltag anwenden und mit welchem Ergebnis? Die Redaktion hat darüber mit Dr. Alexa van Schöll gesprochen, angestellte Zahnärztin in Essen, sowie mit Prof. Dr. Marcel A. Wainwright, der als Implantologe, Wissenschaftler sowie Experte für Oralchirurgie, Biologische und Ästhetische Zahnheilkunde zugleich Gründer des MIRALA Clinic and Educational Center in Stockholm ist. Seit diesem Jahr ist er in Düsseldorf und Zürich tätig.

Herr Prof. Dr. Wainwright, als Spezialist arbeiten Sie bereits seit 15 Jahren mit der Piezotechnologie. Können Sie uns das Prinzip dahinter bitte genauer erläutern?

Die Piezochirurgie basiert auf oszillierenden Instrumenten. Rotierende Instrumente, die ablativ den Knochen bearbeiten und dadurch auch viel traumatischer sind, kommen nicht zum Einsatz. Die Piezochirurgie arbeitet selektiv, das heißt, dass das Weichgewebe oder kritische Weichgewebsstrukturen geschont werden und der Knochen bearbeitet wird, ohne dass wir diese Weichgewebsstrukturen verletzen. Das macht es sicherer, einfacher und präziser.

Und wofür nutzen Sie die Piezotechnologie?

Ich decke im Prinzip alle chirurgischen Felder mit der Piezochirurgie ab. Ob das die Kronenverlängerung ist, die Entfernung von Weisheitszähnen und Implantaten – womit wir auch immer mehr zu tun haben –, Bone Split, Intralift oder Nervverlagerung, eigentlich alles. Das sind Sachen, die ich vorher mit rotierenden Instrumenten nicht gemacht hätte.

Frau Dr. van Schöll, als Generalistin sind Sie mit einem breiten Spektrum der Zahnmedizin konfrontiert und verwenden seit zwei Jahren die Piezotechnologie. In welchen Bereichen der Praxis kommt sie zum Einsatz und welche Erfahrungen haben Sie damit bislang gemacht?

Ich arbeite mit dem Piezotome Cube primär im Bereich der Extraktion vor allem schwieriger Zähne, wurzelkanalbehandelter Zähne und retinierter Weisheitszähne. Meine Erfahrungen damit sind bestens, wir haben eine hohe Patientenakzeptanz, ein sicheres schnelles, selektives Operieren und atraumatische Situationen im Anschluss mit wenig Weichgewebsschäden, ohne postoperative Komplikationen. Während der Behandlung kommt von den Patienten oft die Frage, ob es das denn schon war. Das Ergebnis sind durchweg zufriedene Patienten, die nicht krankgeschrieben werden müssen und am nächsten Tag auch gerne wiederkommen. Und mir macht die Operation auch viel mehr Freude, wenn ich im Anschluss den glücklichen Patienten sehe. Natürlich generiert das positive Feedback auch neue Patienten.

Welche Vorteile der Piezotechnologie sehen Sie bei chirurgisch komplexen Eingriffen?

Wainwright: Also schonendes Operieren ist ja kein Modetrend, sondern folgt einfach dem Bedürfnis der Patienten. Kein Patient, den ich kenne, möchte gern mit einer großen Schwellung und Schmerzen herumlaufen und mit einer langen Downtime aus Berufsalltag und Sozialleben herauskatapultiert sein. Egal, was ich mit der Ultraschalltechnologie behandle, den Patienten geht es am nächsten Tag viel besser als nach der Behandlung mit rotierenden Instrumenten.

Wie verhält es sich mit Angstpatienten?

van Schöll: Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Gerade Angstpatienten kann man mit diesem schnellen und schonenden Vorgehen die Sorge vor der Zahnextraktion nehmen. Das OP-Gebiet wird durch das atraumatische Herangehen viel schonender aufbereitet. Und nicht zuletzt muss ich keinen Patienten zu Kollegen überweisen, die Patienten haben einen Behandler und ein Behandlungskonzept und können sich darauf verlassen. Das entspannt beide Seiten.

Gibt es Bereiche, bei denen Sie noch auf rotierende Instrumente zurückgreifen? Oder können Sie jeden Fall mit der Piezotechnologie lösen?

Wainwright: Theoretisch kann ich alle Patientenfälle damit behandeln, aber praktisch umsetzbar ist das nicht immer, weil ich beispielsweise bei der Entfernung von retiniert verlagerten Weisheitszähnen mit rotierenden Instrumenten beginne, um einen Zugang zu schaffen. Und dort, wo es kritisch wird und wo ich wirklich Strukturen schonen möchte, oder bei nervennah retiniert verlagerten Weisheitszähnen arbeite ich mit dem Ultraschallchirurgiegerät. Ich kann sehr vieles damit machen, das meiste sogar, aber es geht eben nicht alles.

Inwiefern verändert die Piezochirurgie Ihr Vorgehen in der Praxis?

van Schöll: Das minimalinvasive atraumatische Operieren erleichtert die Extraktion immens und überzeugt auch immer mehr Kolleginnen, sich auch einmal an einen schwierigen Zahn zu trauen, den man sonst vielleicht überwiesen hätte. Insofern erleichtert die Piezotechnologie den Einstieg in die Chirurgie. Und man schafft sich auch ein besseres Arbeitsfeld für weitere chirurgische Vorgehen wie zum Beispiel eine Implantation dadurch, dass sehr viel gewebeschonender gearbeitet wird und hinterher die Knochendefekte nicht derart groß sind, wie es bei rotierenden Instrumenten der Fall wäre.

Bei dem Thema Implantation stellt sich natürlich auch immer die Frage nach der Sofortimplantation. Herr Prof. Dr. Wainwright, inwiefern beeinflusst die Piezochirurgie Ihr Arbeiten in der täglichen Praxis?

Ich muss ja als Implantologe darauf achten, dass ich, wenn ich Zähne entferne, die Knochenstrukturen erhalte und auch das Weichgewebe vor allem nicht traumatisiere. Und das geht am besten mit Ultraschallchirurgie. Ich kann also die Zähne sehr schonend entfernen, auch die frakturierten wurzelbehandelten Zähne, die sonst oft sehr invasiv osteotomiert werden müssten. So etwas gibt es eigentlich nicht bei mir im Behandlungsprotokoll. Und weil ich die Strukturen erhalte, kann ich sofort implantieren, zur besten Zeit. Mittlerweile würde ich sagen, dass etwa 80 Prozent meiner Implantationen Sofortimplantationen sind.

Welche Bedeutung hat die Möglichkeit der Sofortversorgung für Ihre Patienten?

Wainwright: Die Patienten sparen Zeit und Geld! Denn wenn ich erst extrahiere, warten muss, augmentieren muss, wieder warten musss, wird das Ganze sehr langwierig und teuer. Das möchten die Patienten nicht.

Welche Vorteile bietet die Piezochirurgie bei schmalen Kieferkämmen?

Wainwright: Mit der Ultraschalltechnologie kann ich aufwendige Augmentationen vermeiden, wie beispielsweise die Blockaugmentation mit autologen Knochenblöcken. Es ist insbesondere bei älteren, vielleicht auch allgemeinmedizinisch kompromittierten Patienten wichtig, dass wir möglichst schonend arbeiten können, wie beispielsweise mit einem Bone Split.

Berufskollegen, die ihre Praxis neu einrichten oder weiter in diese investieren wollen, stehen oft vor der Frage „Was nehme ich zuerst?“. Welchen Stellenwert hat dabei die Piezochirurgie?

van Schöll: Ich spreche da eine klare Empfehlung für die Piezotechnologie aus. Die Patientenbindung ist durch das atraumatische Operieren sehr viel höher, die Zufriedenheit generiert mir langfristig mehr Patienten. Die Piezotechnologie erleichtert mir also nicht nur den Arbeitsalltag, sondern ist eine Investition, die sich durchweg rentiert.

Foto: ACTEON
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