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Branchenmeldungen 01.04.2021

1. Virtueller DGAO-Kongress für Aligner Orthodontie

1. Virtueller DGAO-Kongress für Aligner Orthodontie

Foto: DGAO

Wissenschaftliches Live-Programm, Messestände und Workshop-Lounges: Der Virtuelle DGAO-Wissenschaftskongress für Aligner Orthodontie bot seinen Teilnehmern faktisch alles, was sie von einem real-analogen Kongress kennen – nur ohne physischen Kontakt. Dennoch war persönliche Interaktion möglich: Avatare, Virtual-Reality-Anwendungen sowie zahlreiche Chat-Funktionen, Live-Streams oder Videokonferenzen sorgten für Dynamik und erlaubten unmittelbaren Kontakt mit Vortragenden und Ausstellern. Analoger geht digital nun wirklich nicht!

Wissenschaftliches Programm

In einem sehr lebendig von Moderatorin Kerstin Sterz und den Vorständen der DGAO geführtem Live-Stream präsentierten insgesamt 16 international hochkarätige Referenten einen ganzen Tag lang ihre neuesten Erkenntnisse zum Thema: „Aligner Orthodontie zwischen Wissenschaft und Praxis“.

Nach einer kurzen Einführung in den virtuellen 3D-Space des Kongresses von Tagungspräsidentin Dr. Julia Haubrich und Frau Kerstin Sterz eröffnete der Präsident der DGAO, Prof. em. Dr. Rainer-Reginald Miethke, den 1. virtuellen Kongress für Aligner Orthodontie. In seiner Eröffnungsrede betonte er, dass Trauer und Freude oft dicht beieinander liegen: So traurig alle Vorplanungen für einen analogen Kongress endeten, so konnte nun doch der 1. Virtuelle Kongresse voller Freude seinen Lauf nehmen.

Mit einem umfassenden Überblick des aktuellen Scanner-Marktes eröffnete Dr. Ingo Baresel, Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für orale digitale Abformung (DGDOA), schließlich als erster Referent das wissenschaftliche Programm.

In einer multizentrischen, prospektiven Untersuchung stellte Prof. Dr. Karl-Friedrich Krey von der Universität Greifswald im Anschluss die biologische Realität computergeplanter Zahnbewegungen mit Alignern dar.

Dr. Dietmar Zuran aus Wien zeigte in seiner anschaulichen Übersicht die Vor- und Nachteile einzelner Aligner-Systeme auf.

Aus Italien zugeschaltet stellte Achille Farina ein effizientes Aligner-Hybridverfahren bei erforderlichen Zahnwurzelbewegungen vor. Einen weiteren universitären Beitrag präsentierte die Doktorandin Sophia Weber von der Universität Ulm mit ihrer Arbeit zum biomechanischen Vergleich verschiedener Alignermodifikationen, um Schneidezähne körperlich zu bewegen.

Den Abschluss des Vormittages machte schließlich Dr. Tommaso Castroflorio ebenfalls aus Italien. In seinem Vortrag stellte er die Möglichkeiten vor, die Aligner bei Patienten mit offenem Biss bieten sowie und welche Rolle dabei verschiedene Attachment-Formen dabei spielen.

Nach einem ausführlichem Messerundgang eröffnete ein weiterer Italiener den Nachmittag. Prof. Dr. Vincenzo D’Antò diskutierte die Aligner-Biomechanik in der Behandlung von Klasse-II-Patienten.

Gedruckte vs. Folien-Aligner unter In-Vitro-Bedingungen waren anschließend das Thema von Prof. Dr. Margit Pichelmayer von der Universität Graz.

Dr. Akim Benattia aus Frankreich stellte sich der Herausforderung der Behandlung von Patienten mit In-Office Alignern.

Dr. Julia Haubrich zeigte an zahlreichen Beispielen die Notwendigkeit der interdisziplinären Behandlung in der Aligner Orthodontie in komplexen Behandlungssituationen.

Lückenlos oder Mut zur Lücke? Dieser Frage ging Dr. Thomas Drechsler bei dem klinischen Umgang mit Lücken bei der Aligner-Therapie nach.

Dr. Kamy Malekian aus Madrid beschäftigte sich mit der präventiven Behandlung impaktierter Eckzähne in der Vorpubertät.

Die Frage von Dr. Jörg Schwarze lautete „Interproximale Reduktion in der Aligner-Therapie. Notwendiges Übel oder der Schlüssel zu besseren Ergebnissen?“

Die Wachstumssteuerung mit Alignern behandelte Dr. Philip Scheurer aus der Schweiz in einer vergleichenden Studie.

Stephan Peylo erläuterte in seinem Vortrag, wie durch den Einsatz von Heilsmitteln oder Hybridtechniken Alignerbehandlungen vereinfacht werden können.

Der Abschluss des wissenschaftlichen Programmes gehörte wieder einem Referenten aus Italien, Dr. Ferruccio Torsello. Er bewertete in seiner Präsentation unterschiedliche Aligner für unterschiedliche Indikationen.

Industrieausstellung

Gerade für Aussteller der Dentalbranche war das letzte Jahr mit großen Herausforderungen verbunden, gab es doch kaum eine Möglichkeit direkt mit Kunden in Kontakt zu treten. Hierfür hat die DGAO mit VRtual-X einen kompetenten Partner gefunden, der mit einem aufwändig gestalteten Messegelände, Ausstellern eine ansprechende Präsentationsfläche bot. Bei insgesamt 10 Ständen konnten sich die Fachbesucher während der Pausen multimedial über die neuesten Entwicklungen informieren und durch Chat-Funktionen unmittelbar Verbindung aufnehmen.

Die drei Platin-Sponsoren boten zudem parallellaufende Workshops an. So zeigte Align Technology den Scanner iTero® Element im alltäglichen kieferorthopädischen Arbeitsablauf, während do digital orthodontics und Straumann® ihre Produkte ClearCorrect™, ClearPilot™ und Dental Monitoring vorstellten. Das Unternehmen Ormco™ präsentierte die neuen Möglichkeiten ihres Aligner-Systems Spark™ für eine bessere Vorhersehbarkeit bei komplexen Behandlungen.

Fazit und Ausblick

Zum Abschluss bedankte sich Tagungspräsidentin Dr. Julia Haubrich herzlich bei sämtlichen Referenten für Ihre Einreichungen, welche leider auf Grund der hohen Anzahl und der begrenzten Zeit nicht alle berücksichtigt werden konnten, bei den zahlreichen Teilnehmern, die mit Ihrer Anmeldung zum Gelingen eines einzigartigen Kongresses beigetragen haben und bei den Ausstellern, die das Wagnis auf sich genommen haben, Neuland zu betreten; ohne ihre finanzielle Unterstützung wäre der vergangene Kongress in dieser Form nicht möglich gewesen.

So erfolgreich dieser virtuelle Kongress auch war, freut sich der ganze Vorstand der DGAO auf das kommende Jahr, wenn der Gürzenich in Köln vom 18. bis 19. November seine Türen wieder öffnet, und der 7. wissenschaftliche Kongress für Aligner Orthodontie erneut dort stattfinden kann.

Quelle: DGAO

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