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Branchenmeldungen 25.11.2016

2. Fachtag Implantologie von Dentaurum in Bonn

2. Fachtag Implantologie von Dentaurum in Bonn

Von A wie Abutments bis Z wie Zirkongerüste: Das war der 2. Fachtag Implantologie Bonn

Spannende Einblicke und Erkenntnisse prägten den zweiten Fachtag von Dentaurum Implants in Bonn. Er führte das Erfolgskonzept der Veranstaltung 2015 – hochkarätige Referenten mit aktuellen Themen aus verschiedenen Fachrichtungen – im Ambiente des Anatomischen Instituts der Universität Bonn weiter.

Die große Nachfrage nach einer Fortführung der Veranstaltung veranlasste Dentaurum Implants dazu, am 29. Oktober 2016 eine Neuauflage des Fachtags in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn durchzuführen. Über 110 interessierte Zahnärzte und Zahntechniker waren von den aufschlussreichen Vorträgen begeistert.

Den Anfang machte der Hausherr Prof. Dr. Dr. Rudolf H. Reich nach einer kurzen Begrüßung durch PD Dr. Friedhelm Heinemann. In seinem Update zum Sinuslift präsentierte er aktuelle Studien, u. a. auch aus seinem Haus, und stellte Parameter für einen vorhersagbaren Sinuslift vor. Besonders ging er auf die Augmentationsmaterialien, die Sinusliftarten und die Lage der zu setzenden Implantate ein. Zusammenfassend bezeichnete er den Sinuslift als sichere und vorhersagbare Methode.

Anschließend rückte PD Dr. Friedhelm Heinemann, Morsbach, die Sichtweise des Patienten in den Fokus: „Der Patient denkt an das prothetische Ergebnis und nicht an die Chirurgie“. Damit zeigte er das Spannungsfeld des Behandlers auf, das durch die Eckpunkte Patientenwunsch und Behandlungskonzept mit den Bereichen Prothetik – Diagnostik – Chirurgie definiert ist.

Näher betrachtete er die Versorgungsmöglichkeiten des zahnlosen Kiefers. Die unterschiedliche Implantatanzahl, deren Verteilung und die dadurch möglichen Suprakonstruktionen bedeuten unterschiedliche Versorgungsqualitäten, die eine adäquate Aufklärungs- und Beratungsqualität beim Patienten erfordert.

Die Versorgung des zahnlosen Kiefers war auch das Kernthema von Prof. Dr. Dr. Norbert Enkling, MAS, Kreuztal-Eichen, bei seinem Vortrag. Er beleuchtete den aktuellen Kenntnisstand durchmesserreduzierter Implantate, die er in drei Kategorien von 1,8 bis 3,5 mm Durchmesser einteilte. In einer Metaanalyse konnte er aufzeigen, dass bei 41 Publikationen mit 10.093 Implantaten bei 2.762 Patienten (Beobachtungszeitraum von 5 Monaten bis 9 Jahre) eine Überlebensrate >90 % gegeben ist. Diese gute Quote, der kleine chirurgische Eingriff ohne Augmentationen, die sofortige Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und der geringe Nachsorgeaufwand sprächen deutlich für diese Behandlungsalternative. Mit CITO mini® kann diese ganz einfach durchgeführt werden.

Hätten Sie diesen Mann behandelt…?“

Mit dieser und weiteren Fragen zu Befunden, die er bekannten historischen Personen aus dem Rheinland zuordnete, schlug Dr. Sigmar Schnutenhaus, Hilzingen, die Brücke (im wahrsten Sinne des Wortes) von der Vergangenheit zur Implantatprothetik der Gegenwart.

Er postulierte in seinem Vortrag anschaulich das Backward Planning für implantatgetragenen Zahnersatz, das erst mit Bohrschablonen zu einem vorhersagbaren Ergebnis führen soll. Weiter betrachtete er die Chipping Thematik bei Zirkongerüsten und zeigte, dass dieses Problem durch die Verwendung von individuell gefrästen Abutments umgangen und Arbeitsschritte eingespart werden können, die gleichzeitig die Kosten senken. So könnte es implantatgetragener Zahnersatz mit einer konventionellen Brückenversorgung sowohl vom Zeit- als auch Kostenaufwand aufnehmen.  

Sehr anschaulich und mit vielen hervorragenden Videosequenzen widmete sich Dr. Joachim Hoffmann, Jena, der topographischen Implantologie. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die Augmentation, wobei er nicht nur verschiedene Gewinnungstechniken für autologen Knochen und die Interpositionsplastik darstellte, sondern auch wichtige Parameter für das Bonesplitting. Die kortikale Lamellen- und Sandwichtechnik wurde ebenso vorgestellt und bewertet. In einem Video am stark resorbierten Unterkiefer zeigte er eine Nerv-Verlagerung als Alternative für eine Augmentation. Somit wurde deutlich, dass bei reduziertem Knochenangebot auch implantatgetragener Zahnersatz ohne Augmentation und mit längeren Implantaten möglich ist.

Zahnärzte sind merkwürdig…“

So Dipl.-Päd. Herbert Prange, Buchautor und Mentaltrainer, Mallorca, in seinem kurzweiligen und einzigartigen Vortrag „… weil Sie Perfektionisten sind, denn sonst wären sie keine guten Zahnärzte.“ Mit diesem Statement begann er seinen Vortrag zum modernen Praxismanagement. Es entwickelte sich ein Leitfaden, wie Praxisinhaber erfolgreich eine Praxis führen können und dabei begeisterte Patienten gewinnen. Diesem sehr anschaulichen Vortrag, der viele Hinweise für die tägliche Arbeit bot, folgte eine wissenschaftliche, aber nicht minder interessante Vorstellung des Neuroimaging durch Prof. Dr. Werner Götz, Bonn. Mithilfe bildgebender Verfahren über die Aktivität des Gehirns bei Mastikationsbewegungen im voll- bzw. teilbezahnten Kiefer können vielfältige Rückschlüsse zur Schmerzempfindlichkeit von Zähnen, Stressabbau und kognitiven Fähigkeiten geschlossen werden. Zusammenfassend endete sein Vortrag mit dem Satz „Kauen fördert das Denkvermögen“.

Ein tolles Feedback: Vielen Teilnehmern gefiel die Fortbildung so gut, dass sie sich bereits für den dritten Fachtag Implantologie am 14.10.2017 in Bonn vormerken ließen.

Quelle: Dentaurum

Foto: © Dentaurum Implants
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