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Branchenmeldungen 27.05.2019

6. CAMLOG Zahntechnik-Kongress: Mit Vollgas voran

Rebecca Michel
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6. CAMLOG Zahntechnik-Kongress: Mit Vollgas voran

Am Samstag, dem 25. Mai 2019, hieß das hoch motivierte CAMLOG Team rund um Geschäftsführer Michael Ludwig über 750 Teilnehmer zum bereits 6. CAMLOG Zahntechnik-Kongress in Frankfurt am Main herzlich willkommen. Das preisgekrönte Kongresshaus Kap Europa bot die ideale Kulisse für den für viele Besucher bereits institutionellen Anlass, zu welchem namhafte Referenten ein hochkarätiges Vortragsprogramm präsentierten.

Dabei war die geteilte Leidenschaft für den Berufsstand des Zahntechnikers sowohl unter den Rednern als auch unter den Teilnehmern deutlich zu spüren – und die FASZINATION IMPLANTATPROTHETIK, wie das Motto des Symposiums treffend vermittelte, ungebrochen.

Die zentrale Fragestellung, der die Zahntechniker an diesem Samstag nachgingen, setzte sich mit dem Handwerk im Zuge des digitalen Wandels auseinander – wie kann es sich zwischen den neuen Technologien und erweiterten Fertigungsmethoden behaupten, um auch weiterhin einen positiven Nutzen für das Behandlungsteam und vor allem auch für die Patienten zu generieren? Passend hierzu ergründete Special Speaker Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist und Autor, in seinem packenden Festvortrag „Nächste Ausfahrt Zukunft“, welche Vorteile der digitale Fortschritt für die Menschheit mit sich bringt – aber gleichzeitig auch, an welchen Stellen man vorsichtig sein sollte.

„Von Konkurrenz zu Kooperation“

Mit diesen Worten begrüßte Herr Ludwig die Teilnehmer und machte gleichzeitig klar, worum es an diesem Samstag ebenfalls ging: Um das „Ausloten der Chancen“ sowie die „Möglichkeiten der Zusammenarbeit“ zwischen Zahntechniker, Zahnarzt und Patient.

Durch den Tag moderierten kompetent und charmant Dr. S. Marcus Beschnidt/Baden-Baden und ZTM Gerhard Neuendorff/Filderstadt, deren Freundschaft und langjährige berufliche Verbundenheit in jeder Sequenz spürbar waren.

Der erste Vortrag wurde von einem ebenso eingespielten Team gehalten: Prof. Dr. Michael Stimmelmayr/Cham und ZTM Michael Zangl/Cham, liebevoll „die Michls“ genannt, stellten anhand einer Schritt-für-Schritt-Analyse eine komplexen Implantatrekonstruktion heraus, wie die Arbeit der Zahntechniker von einer direkten Auseinandersetzung mit dem Patienten profitieren kann.

Das „Team Berlin“, bestehend aus Dr. med. dent. Detlef Hildebrand und ZTM Andreas Kunz, erläuterte, wie CAD/CAM-gefertigte Prothetiklösungen wie DEDICAM von CAMLOG den Arbeitsalltag der Zahntechniker erheblich erleichtern können. Auch dieses Team vertrat die Meinung, dass alle Beteiligten von einem direkten Kontakt mit dem Patienten und seinen Wünschen profitieren können – ein großer Schritt in diese Richtung werde bereits mit den Live-OPs getan, die in Zusammenarbeit mit ZWP online übertragen werden.

Nach einer kurzen Stärkung eröffnete ZTM Katrin Rohde/Schorndorf den zweiten Vortragsblock des Tages. Mit Emotionalität hinsichtlich ihres Berufes erläuterte sie ihre persönliche Motivation und betonte den Respekt vor dieser Arbeit.

In einem dynamischen Teamvortrag dokumentierten ZTM Claus-Peter Schulz/Baden-Baden und ZT Anthimos Maki Tolomenis/Essen ihre langjährige Freundschaft und erfolgreiche Zusammenarbeit, die sich durch konkurrenzlosen Ansporn auszeichnet. „Wir Zahntechniker sind alle irgendwo ein Team“, brachte es Herr Tolomenis auf den Punkt.

Am Nachmittag forderte ZTM Maxi Grüttner/Pößneck u.a. gesetzliches Umdenken in Bezug auf den Berufsstand. Zudem seien Zahntechniker auch Unternehmer, die durch moderne Konzepte wie den 3D-Druck (speziell für Bohrschablonen) eine wirtschaftliche Lösung an die Hand bekämen. ZTM Björn Roland/Klein-Winternheim betonte, dass die digitalen Technologien nur einzelne Tätigkeiten automatisieren, nicht aber den ganzen Beruf aushebeln können. Szenenapplaus gab es bei dem Ausspruch: „Der 3D-Druck ist manchmal eine Behinderung, mit der wir umgehen lernen müssen.“

Bevor Herr Yogeshwar mit dem Festvortrag den Kongress abrundete, gewährten ZT Martin Steiner/Wimsheim und ZT Ulf Neveling/Bremen Einblick in die Philosophie, die hinter dem digitalen Worfklow-Service DEDICAM von CAMLOG steht: So soll es an den Stellen unterstützen, an denen es gebraucht wird. Arbeitsschritte werden mit dem ganzheitlichen System zusammengelegt und so die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Disziplinen Zahntechnik und Zahnmedizin erheblich erleichtert.

In einer abschließenden Diskussionsrunde wurde noch einmal statuiert: Zahntechniker stellen Unikate her, und diese lassen sich nur äußerst schwer automatisieren. Der Beruf befände sich im Wandel, aber nicht im Niedergang.

Fotos © OEMUS MEDIA AG

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