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Branchenmeldungen 08.03.2021

Corona-Schlupfloch: Iren fliegen zum Zahnarztbesuch nach Spanien

Corona-Schlupfloch: Iren fliegen zum Zahnarztbesuch nach Spanien

Foto: © Travel Wild – stock.adobe.com

Endlich wieder reisen können wäre schön. Das dachten sich auch Tausende Iren und nutzen ein gesetzliches Schlupfloch für ihren Kurztrip nach Spanien.

In Irland sind Reisen erlaubt, wenn diese „gesundheitlich notwendig“ sind – so sieht es die zugrunde liegende Corona-Verordnung vor. Was liegt folglich also näher, als einen Zahnarztbesuch in spanischen Gefilden als Schlupfloch für einen Urlaub zu nutzen? Dies dachten sich auch viele Iren und verweilen aktuell unter spanischer Sonne, allem voran auf der Insel Teneriffa.

Über das fragwürdige Vorgehen berichtete das Internetportal Politico, dem lägen entsprechende Informationen einer spanischen Zahnarzthelferin vor. Diese trug vor, dass sich in den letzten Wochen Terminanfragen aus Irland gehäuft hätten, insbesondere Anfragen junger Paare. Trotz Terminbestätigung erscheine der Großteil der Patienten jedoch nicht in der Praxis, sodass die eigentliche Absicht nach und nach ans Licht kam. Bis zu sieben Anfragen täglich verzeichnete allein die Praxis, in der oben erwähnte Helferin tätig ist.

Dreister Urlaubsvorwand geht weiter

Obwohl besagte Masche irischer Touristen aufgedeckt wurde, sind sowohl den spanischen Praxen als auch den Behörden sowie der Polizei in Irland die Hände gebunden. Das Portal Politico berichtete im Beitrag weiter, dass Zahnarztpraxen zunehmend auf Vorkasse bestünden, um die tatsächliche Wahrnehmung des gebuchten Termins abzusichern – eine Garantie sei dies jedoch nicht, zu groß sei die Sehnsucht nach Sonne, Urlaub und Normalität. Die Polizei kontrolliere hingegen verstärkt an den Flughäfen, können die Passagiere jedoch eine Terminbestätigung vorweisen, kann ihrerseits nichts ausgerichtet werden.

Neben Spanien seien die Türkei und Marokko weitere attraktive Reiseziele für einen Zahnarztbesuch irischer Einwohner – behördlich werde nun die Verschärfung der zugrunde liegenden Corona-Verordnung diskutiert. Auch die signifikante Erhöhung entsprechender Geldstrafen bei Entlarvung des Urlaubsversuchs unter Vortäuschung falscher Tatsachen soll erfolgen. 

Quelle: oe24.at

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