Branchenmeldungen 14.10.2008

DGZI-Jahreskongress zählt über 500 Teilnehmer

DGZI-Jahreskongress zählt über 500 Teilnehmer

Foto: © DGZI

Interdisziplinäre Konzepte der implantologischen Rehabilitation standen im Mittelpunkt des 38. Internationalen Jahreskongresses der DGZI. Mit einem außerordentlich vielseitigen wissenschaftlichen Programm und zahlreichen Spezialpodien wurde das wichtigste DGZI-Event des Jahres nicht zuletzt auch wegen der sehr gelungenen Abendveranstaltung zu einem herausragenden Fortbildungsereignis.

Einmal mehr wurde beim Bremer Kongress das Selbstverständnis der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. als Mittler zwischen Universität und Praxis sowie nationalem und internationalem Know-how deutlich. Im Zentrum stand die Fragestellung: Wie gebe ich implantatgetragenen Versorgungen eine positive Langzeitprognose und welche Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle?  Denn ungeachtet aller Fortschritte bei den Implantatdesigns, -oberflächen oder -materialien sowie den computergestützten Diagnostik- und Planungsverfahren, bleibt nach wie vor das implantologische Know-how des Behandlers der wesentliche Faktor für den Erfolg in der Implantologie. Zwar sind derzeit im Kontext der Bemühungen zur Optimierung des perioenossalen Interfaces gerade konstruktive Aspekte des Implantates (micro gap) in den Mittelpunkt der Diskussion getreten, dennoch ist das Bedingungsgefüge der den Langzeiterfolg von Implantaten beeinflussenden Faktoren wesentlich komplexer als gemeinhin dargestellt.

Mit der interdisziplinären Themenstellung und der konsequenten inhaltlichen Umsetzung gelang es der DGZI, in Bremen die Themenstellung hervorragend zu realisieren und neue Akzente zu setzen.

Wie angekündigt wurde die zweistündige Session zum Thema „Stark atrophischer Oberkiefer im Seitenzahnbereich“ zu einem der Highlights  des Kongresses. Sehr eloquent moderiert durch den Konstanzer MKG-Chirurgen Dr. Dr. Frank Palm, stellten hier sechs Experten ihre Behandlungskonzepte mittels unterschiedlicher Sinuslift-Techniken an einem konkreten Fall (Musterpatient mit gleichen Voraussetzungen) vor und diskutierten sie mit den Teilnehmern. Neu, sowohl für die Teilnehmer als auch die Referenten, war hierbei die Interaktion mit dem Publikum, denn die Teilnehmer konnten sich über ein Voting-System (TED) aktiv an der Diskussion beteiligen und abstimmen, welcher Behandlungsweg bevorzugt wird.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass es erneut gelungen war, für den nun schon 38. Internationalen Jahreskongress der DGZI wieder namhafte nationale und internationale Experten wie Prof. Dr. Murat Yildirim/Deutschland, Prof. Dr. Dr. Wilfried H. Engelke/Deutschland, Prof. Dr. Jürgen Setz/Deutschland, Prof. Dr. Klaus-Ulrich Benner/Deutschland, Prof. Stephen L. Wheeler/USA, Prof. Dr. Dr. Dirk Nolte/Deutschland, Dr. Achim W. Schmidt/Deutschland, Prof. Dr. Nabil Jean Barakat/Libanon und Dr. Ronald Cardoso/USA als Referenten zu gewinnen.
 

 
Erstmals wurde am Vortag des DGZI-Jahreskongresses die internationale Prüfung des German Board of Oral Implantology (GBOI) für Spezialisten und Experten in der Implantologie durchgeführt. 40 Implantologen stellten sich mit Erfolg der von einem unabhängigen internationalen Expertenteam geleiteten Examinierung.

Neben dem wissenschaftlichen Hauptprogramm des Jahreskongresses fanden wieder eine Vielzahl von interessanten Nebenpodien, Workshops und auch ein umfassendes Programm für Praxismitarbeiterinnen statt.
Zur traditionellen Abendveranstaltung am Abend des ersten Kongresstages fanden sich immerhin mehr als 300 Teilnehmer im Ratskeller der Hansestadt Bremen ein. Zünftiges Essen und ausgelassene Stimmung bei Tanz und Unterhaltung waren hier die kennzeichnenden Merkmale. Herzlich als Ehrengast willkommen geheißen wurde der Gründungspräsident und Implantologie-Pionier Prof. Hans L. Grafelmann.

Der 39. Internationale Jahreskongress der DGZI findet am 9. und 10. Oktober 2009 in München statt.

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